Prozess­kosten­hilfe und Beratungs­hilfe

Guter Rat ist nicht immer teuer. In manchen Städten gibt es für wenig Geld öffent­liche Rechts­auskünfte. Mietern hilft der Mieter­ver­ein, Arbeitnehmern die Gewerk­schaft, und auch Rechts­anwälte kosten oft weniger Geld als vermutet. Verbraucherzentralen bieten ebenfalls preis­werte Rechts­beratung zu einer ganzen Reihe von Themen. Und wer sehr wenig Geld hat, kann Beratungs­hilfe beantragen. Mehr

Wann die Hilfe greift

Rechts­suchende, die Anspruch auf diese Unterstüt­zung haben, müssen für die Beratung beim Rechts­anwalt nur 10 Euro selbst zahlen. Darüber hinaus gehende Honorare über­nimmt die Staats­kasse. Geht der Rechts­streit vor Gericht, zahlt wieder der Start. Prozess­kosten­hilfe heißt das dann. Voraus­setzung außer einem Einkommen unter­halb der Grenzen: Der Betroffene hat mit seinem Antrag oder seiner Klage Aussicht auf Erfolg. Fein raus sind Ratsuchende mit Rechtsschutzversicherung: Wenn sie die richtige Police haben, zahlt der Versicherer – den Anwalt, Gutachterhonorare, Gerichts­kosten und was sonst noch anfällt.

Manchmal hilft der Ombuds­mann

Keine Rechts­beratung, aber auch hilf­reich: Bei Streit mit Banken, Versicherungen, der Bahn, Fluggesell­schaften und vielen anderen Unternehmen mehr können sich Kunden an einen Ombuds­mann wenden. Der soll zwischen Kunden und Unternehmen vermitteln. In vielen Branchen und Fällen ist sein Urteil für das Unternehmen verbindlich. Kunden können stets noch vor Gericht ziehen, wenn sie mit der Entscheidung des Ombuds­manns nicht einverstanden sind. Eine Art indirekten Rechts­schutz bieten Haft­pflicht­versicherungen. Sie verteidigen sich und damit auch ihre Versicherten, wenn jemand von Schaden­ersatz verlangt.