Pflege von Angehörigen

Die nahen Angehörigen pflegebedürftiger Menschen leisten Gewaltiges: Tag für Tag – nicht selten rund um die Uhr – sind sie für den vertrauten Menschen da. Vieles müssen die Angehörigen dabei organisieren, damit die Pflege läuft. Zu klären sind zum Beispiel Pfle­gegrade oder die Leistungen einer Pflegerente sowie die Möglich­keiten, als Angehöriger Pflege­zeit und Familien­pflege­zeit zu nehmen. Mehr

Pfle­gegrad beantragen

Die Leistungen der Pflegekasse sind in Stufen unterteilt. Die meisten pflegebedürftigen Menschen sind in Pfle­gegrad II. Sie erhalten monatlich 316 Euro Pflegegeld oder – sofern ein Pflege­dienst anrückt – 689 Euro als Pflegesach­leistung ausgezahlt. Noch mehr Geld gibt es für Menschen in den Pfle­gegraden III, IV oder V. Ein Gutachter des Medizi­nischen Dienstes der Krankenkasse (MDK) stellt die Pflegebedürftig­keit fest. Er besucht den Menschen zu Hause und begut­achtet, wie selbst­ständig der Betroffene ist. Angehörige sollten vorher schon mal ein Pfleg­etagebuch anlegen.

Privates Pfleg­etagegeld und Pflegerente

Die Leistungen der gesetzlichen Pflege­versicherung reichen oft nicht, um die Pflege­kosten zu decken. Eine private Pfleg­etagegeld­versicherung oder auch Pflegerenten­versicherung schließt die Lücke (zur Themenseite Pflegeversicherung). Sie zahlt einen zusätzlichen Betrag aus, wenn ein Mensch pflegebedürftig wird. Der Haken: Um ein gutes Angebot zu finden, müssen die Kunden die Versicherung abschließen, solange sie noch jünger und gesund sind. Finanztest hat die Produkte getestet.

Pflege­zeit und Familien­pflege­zeit

Damit auch Berufs­tätige einen nahe Angehörigen pflegen können, dürfen sie die gesetzliche Pflege­zeit in Anspruch nehmen. Es gibt zwei Varianten: Für akut auftretende Pflegesituationen können Arbeitnehmer von heute auf morgen bis zu zehn Tage zu Hause bleiben. Sie können aber auch bis zu sechs Monate Sonder­urlaub nehmen. 2012 kam mit der Pflegefamilien­zeit eine dritte Variante hinzu: Berufs­tätige können nun für die Pflege in Teil­zeit gehen. Doch nicht allen steht eine längere Auszeit zu. In den Berichten dieser Themenseite erfahren Sie, welche Rechte die Angehörigen pflegebedürftiger Menschen haben.

Haus­notruf kann Leben retten

Der Alptraum: Allein in der Wohnung, über die Teppichkante gestürzt, das Telefon außer Reich­weite. Per Knopf­druck können pflegebedürftige Menschen im Notfall einen Rettungs­dienst rufen. Das Gerät tragen sie zu jeder Tages­zeit mit sich. Die Stiftung Warentest hat die Hausnotrufsysteme geprüft. Ergebnis: Nur drei von zwölf Anbietern sind gut.

Pfle­gekräfte aus Osteuropa

Die Pflege rund um die Uhr ist anstrengend – und für viele Angehörige zu viel. Private Pfle­geagenturen vermitteln Haus­halts­hilfen aus Mittel- und Osteuropa, vor allem aus Polen, zunehmend auch Rumänien und Bulgarien. Recht­lich bewegen sich die Anbieter in einer Grauzone. Die Berichte der Themenseite erklären, was Angehörige bei der Wahl der Anbieter beachten müssen.

Tests

Unfall­versicherung für Senioren Test

Unfall­versicherung für Senioren Das bieten Assistance-Tarife

04.02.2019 - Unfall­versicherungen mit Assistance-Bausteinen für Senioren bieten schnelle und unkomplizierte Hilfe nach einem Unfall. Die Versicherten nehmen dazu direkt Kontakt zu den Assisteuren auf, die bundes­weit ein Netz­werk von Dienst­leistern unterhalten und die Hilfe organisieren. Die Stiftung Warentest hat sich 57 Assistance-Tarife angesehen – 17 davon sind empfehlens­wert, 37 einge­schränkt empfehlens­wert, und von 3 Tarifen raten wir ab. Empfehlens­werte Tarife gibt es schon für 35 Euro im Jahr.Zum Test

Haus­notruf Test

Haus­notruf Vier Dienste im Test reagieren gut bei Alarm

23.08.2018 - Viele Menschen wünschen sich, möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben. Doch Kinder und Enkel fragen sich: Wer hilft, wenn Oma stürzt? Ein Notrufknopf für Senioren kann schnelle Rettung bringen. Die Stiftung Warentest hat neun private und gemeinnützige Haus­notrufdienste getestet, darunter das Deutsche Rote Kreuz und die Malteser. Vier Dienste bearbeiteten die im Test simulierten Notrufe gut. Doch Installation, Kunden­service und Verträge ließen teils zu wünschen übrig.Zum Test

Altenheim Test

Altenheim Einblick uner­wünscht – Pfle­geheim-Verträge im Check

22.05.2018 - Sie gelten als Neben­sache, sind im Streitfall aber entscheidend – Verträge zwischen Pfle­geheim und Bewohner. Eine Recherche der Stiftung Warentest zeigt: Die meisten Heime halten ihr Klein­gedrucktes lieber unter Verschluss. Das ist das ernüchternde Ergebnis einer Stich­probe bei 30 Heimen von wichtigen Betreibern wie Pro Seniore, Arbeiter Samariter Bund und Deutsches Rotes Kreuz. Nur 7 Senioren­heime ließen sich in die Karten schauen. Ein Heim­betreiber erwies sich als besonders trans­parent.Zum Test