Musik und Film: Download und Stream

Immer mehr Musikfreunde laden ihre Lieblings­songs als Audiodatei aus dem Internet herunter oder streamen ihre Musik­samm­lung aus einer Onlinebiblio­thek. Auch Filme lassen sich bequem im Netz ausleihen oder abonnieren. Im Laden endlos viele CDs, DVDs oder Blu-rays durch­zublättern war gestern. Musik­streaming­dienste bieten für eine monatliche Pauschale Millionen von Songs. Nutzer müssen allerdings damit leben, dass die Musikdateien nicht ihnen gehören, wie der Test von Musikstreaming-Diensten zeigt. Mehr

Lieb­haber von Vinylschall­platten und Audiokassetten, die ihre kost­baren Raritäten gerne in digi­taler Form sichern möchten, können bei der Stiftung Warentest Rat finden, mit welchen Geräten das am besten klappt.

Platten­samm­lung in der Jackentasche

Digital ist praktisch: Schon eine CD nimmt weniger Platz weg als eine LP. Und gespeichert auf einem MP3-Player passt gar der Inhalt ganzer Platten­schränke in die Hemdtasche. CDs und MP3-Dateien nutzen sich beim Abspielen nicht ab wie Schall­platten oder Musikkassetten. Von digi­taler Musik lassen sich in wenigen Augen­blicken Kopien ohne jeglichen Qualitäts­verlust erstellen. Noch mehr Songs tragen Nutzer von Musik­streaming­diensten mit sich herum und das ganz ohne den Speicher ihres Smartphones oder Tablets zu belasten. Allerdings muss der Nutzer online sein um auf die Biblio­thek des jeweiligen Dienstes zugreifen zu können.

Tauschbörsen sind illegal

Achtung: Das Herunter­laden von Musik und Filmen in Tauschbörsen ist verboten, wenn es sich um urheberrecht­lich geschützte Werke handelt. Manche Bands verbreiten ihre Musik allerdings auch bewusst kostenfrei im Internet. Dabei kann man normaler­weise davon ausgehen, dass der Download legal ist.

Selber LPs digitalisieren

Weil digital so praktisch ist, lieb­äugelt auch so mancher passionierte Platten­sammler damit, seine Schätze zu digitalisieren. Allerdings ist Digitalisieren viel Arbeit und das Ergebnis erreicht selten die Qualität einer professionellen CD-Produktion. Auch wenn es keinen Spaß macht, für dieselbe Musik zweimal zu zahlen, ist der Kauf einer CD oder eines Musikdownloads oft der bequemere Weg — voraus­gesetzt, die gewünschten Titel sind erhältlich. Wer seine Lang­spielplatten, Singles und Audiokassetten lieber selber digitalisieren möchte, hat mehrere Möglich­keiten: Zum Beispiel mit Platten­spielern und Kassetten­decks, die über USB-Kabel an einen Rechner ange­schlossen werden. Nach dem Über­spielen kann die Musik am PC bearbeitet und die Dateien können anschließend über­sicht­lich archi­viert werden. Mit Platten­spielern einiger Hersteller kann die Musik auch ohne PC direkt auf eine Audio-CD gebrannt werden. Wer einen guten Platten- oder Kassetten­spieler besitzt, muss sich zum Digitalisieren übrigens nicht zwangs­läufig einen USB-Patten­spieler anschaffen. Über spezielle Phono-Vorverstärker (Phono PreAmp) mit USB-Schnitt­stelle lässt sich auch ein alter Platten­spieler an den PC anschließen und die Lieblings­musik auf diesem Weg auf den Rechner über­spielen.

Digitalisieren lassen

Schall­platten zu digitalisieren ist ziemlich zeitraubend: Es dauert so lange wie die Spiel­zeit der Platte oder Kassette. Dazu kommen weitere Arbeits­schritte wie beispiels­weise das Entfernen des Knisterns sowie das Brennen und Nummerieren der Titel. Dienst­leister können einem diese Arbeiten abnehmen. Das hat allerdings seinen Preis, die Digitalisierung einer LP in guter Qualität kann mehr als 20 Euro kosten. Gute Anbieter digitalisieren manch alte Lieblings­scheibe mit starken Gebrauchs­spuren so perfekt, dass die CD deutlich besser klingt als die Vorlage, weil Kratzer und Knistern erfolg­reich entfernt wurden.