Monitor

Arbeit am Computer kann krank machen: Millionen Bild­schirm­arbeiter klagen über Müdig­keit, Augen­brennen, Kopf- oder Nacken­schmerzen. Wer einen guten PC-Monitor benutzt und diesen richtig einstellt, kann zahlreichen Beschwerden vorbeugen. Mit ihren Tests hilft die Stiftung Warentest dabei, die richtige Wahl zu treffen. Von den hoch­auflösenden Flach­bild­schirmen der neuen Generation können viele über­zeugen. Das zeigt der letzte Test von Monitoren. Güns­tige gute und ausgesprochen große Modelle sind bereits für wenig mehr als 300 Euro zu haben. Mehr

Breit­bild­monitore im Trend

Bekannte Anbieter von Monitoren sind beispiels­weise Acer, AOC, Apple, Asus, BenQ, Dell, Iiyama, LG, Philips und Samsung. Voll im Trend sind Breit­bild­monitore mit dem Seiten­verhältnis 16:9 und einer Bild­diagonale um 70 Zenti­meter, zunehmend sogar solche mit einem Seiten­verhältnis von 21:9 und fast 90 Zenti­meter Diagonale (34 Zoll). Letztere setzen Filme, etwa aus einer Online-Video­thek oder von einem über HDMI ange­schlossenen Blu-ray-Spieler, beein­druckend in Szene. Als Computermonitor genutzt, stellen sie mehrere Programm­fenster neben­einander dar. Davon profitieren insbesondere Fotografen und Video­schnitt-Interes­sierte. Der früher dafür einge­setzte zweite Monitor wird über­flüssig.

Curved Design bietet Vorteile

Bei Monitoren mit dem Seiten­verhältnis 21:9 haben Käufer die Wahl zwischen solchen mit gewohnt flachem und solchen mit gebogenem Design. Bei einer Bild­diagonale ab 34 Zoll wirken die gebogenen Modelle angenehmer als flache. Anders als bei Fernsehern ist das Curved Design bei Monitoren kein Nach- sondern ein Vorteil. Fernseher irritieren mit wandernden Licht­reflexen. Das ist in der typischen PC-Ecke in Privathaushalten kein Thema. Die Augen müssen beim Schwenk über die Bild­fläche auch weniger nach­fokussieren als bei flachen Modellen. Gebogene Monitore ermöglichen ein entspann­teres Sehen – ein klarer Vorteil.

Computer­spieler sollten auf eine hohe Bild­wieder­holrate achten

Vor allem Computer­spieler, die auf einen satten Sound Wert legen, sollten leistungs­fähige externe Boxen anschließen. Im letzten Test klang nur das Thunderbolt-Display von Apple gut. Wegen der schnellen Bild­wechsel sollten vor allem Computer­spieler auf eine hohe Bild­wieder­holrate achten, welche in Hertz angegeben wird. Am normalen Arbeits­platz reichen 60 Bild­wechsel pro Sekunde, also 60 Hertz. Einige Monitore bringen sogar 120 Hertz.

Auf die Eingänge achten

Mit der Größe der Monitore wächst deren Pixelzahl. Üblich sind inzwischen Modelle mit rund 5 Megapixel (3 440 x 1 440), immer mehr Modelle bieten sogar UltraHD-Auflösung (rund 8 Megapixel, 3 840 x 2 160 Pixel). Nur über den Displayport und über HDMI 2.0 kommen solche Auflösungen mit 60 Bild­wechseln pro Sekunde zum Monitor. Weniger Auflösung führt zu unscharfen Bildern, weniger Bild­wechsel ermüden die Augen der Nutzer, weil das Bild nicht wirk­lich ruhig ist, sondern leicht flimmert.

Nicht zu hoch einstellen

Die optische Qualität eines Monitors allein ist nicht allein entscheidend. Ein guter PC-Bild­schirm zeichnet sich auch durch vielfältige Einstell­möglich­keiten aus: Monitore sollten sich in der Höhe verstellen lassen — zumindest aber einen nied­rigen Standfuß haben. Viele Computernutzer stellen den Schirm viel zu hoch ein, mit der obersten Bild­schirmzeile auf Augen­höhe. Augen- und Hals­muskeln sind wesentlich entspannter, wenn der Blick leicht nach unten geht. Ein PC-Monitor sollte sich deshalb nach hinten kippen lassen, ideal sind etwa 35 Grad. Besser für die Augen ist es auch, wenn der Monitor nicht in Blick­richtung zum Fenster steht. Es strengt die Augen an, weil sie abwechselnd auf den Monitor und das Geschehen draußen scharf­stellen und sich an unterschiedliche Licht­verhält­nisse anpassen müssen. Auch sollte die Helligkeit des Monitors nicht zu grell einge­stellt werden. Manche Nutzer drehen diese so hoch, dass ihre Augen regelrecht geblendet werden.