Mobilität: Cars­haring, Bikesharing, E-Scooter

Mobilität verändert sich rasant. Noch vor wenigen Jahren war das eigene Auto so gut wie alternativlos. Heute ist der Bereich breit gefächert. E-Scooter, Bikesharing, Elektro-Motorroller, Carsharing, öffent­liche Verkehrs­mittel – zumindest in Groß­städten kann sich jeder sein eigenes Mobilitäts­konzept zusammen­stellen. Sich durch die Stadt zu bewegen ist damit so flexibel wie nie zuvor. Doch die Flexibilität hat ihren Preis: In unserer Unter­suchung von E-Scooter-Verleihern zahlten wir neben der Gebühr zum Entsperren saftige Minuten­preise zwischen 15 und 25 Cent. Mehr

Cars­haring: Auto teilen auf die bequeme Art

Cars­haring-Kunden brauchen sich um fast nichts zu kümmern. Reparaturen, Ölwechsel, Waschen, Winterreifen, oft auch Tanken – das alles erledigt der Anbieter. Oft steht eine breite Auswahl zur Verfügung. So haben Kunden für jede Fahrt das passende Auto: den Kompakt­wagen für Einkäufe, das Cabrio für Wochen­end­ausflüge, den Lieferwagen für Umzüge. Wichtige Anbieter sind zum Beispiel Share Now, Sixt Share, Cambio, Flinkster und Stadt­mobil.

Jetzt wird es elektrisch

Carsharing ist in vielen deutschen Städten möglich. Mehr und mehr Anbieter stellen ihre Fahr­zeugflotte auf Elektromobilität um. Die Autos lassen sich per App mieten. Wer damit fahren will, muss sich registrieren und braucht natürlich einen Führer­schein. Viele Anbieter rechnen die Nutzung nach Minuten ab, teil­weise auch nach gefahrenen Kilo­metern, oft bieten sie zudem Paket­preise an. Dazu kommt bei einigen noch eine Nutzungs­pauschale pro Ausleihe. Je nach Modell holen Nutzer das Auto an einem festen Ort ab und bringen es wieder dorthin zurück – oder sie orten es inner­halb einer „Free-Floating“-Zone per App und parken es irgendwo inner­halb des Gebiets, wenn sie es nicht mehr brauchen. Bei Elektrorollern zum Mieten gelten ähnliche Bedingungen wie beim Cars­haring.

Bikesharing – erhebliche Sicher­heits­mängel

In mehr als 130 deutschen Städten können Leihfahrräder gemietet werden – zunehmend auch welche mit zusätzlichem Elektromotor. Die Systeme unterscheiden sich: Manche Anbieter verlangen, dass die Nutzer die Räder an festen Stationen abstellen – anderenfalls erheben sie eine Zusatz­gebühr. Andere weisen in der Innen­stadt einen sogenannten „Free-floating“-Bereich aus, in dem Nutzer die Räder an jeder Straßen­ecke abstellen können. Eine halbe Stunde Radeln kostet etwa einen Euro. Die klima­schonende, gesund­heits­fördernde Mobilitäts­alternative hat aber mitunter ihre Tücken: Die Räder mancher Anbieter zeigten erhebliche Sicher­heits­mängel, andere entwickeln einen unerfreulichen Daten­hunger.

E-Scooter – am besten mit Helm

Die neuesten Mitspieler im Mobilitätsmix sind die E-Scooter. Zugelassen seit Juni 2019, haben die Anbieter der Leih-Tret­roller ihre Fahr­zeuge bereits in 20 Städten aufgestellt. Gemietet werden die E-Roller per App. Die von der Stiftung Warentest getesteten Anbieter lockten mit einfacher Bedienung, saugten aber eine Menge Daten von den Nutzern ab. Ob geliehene oder eigene Roller: E-Scooter dürfen nicht auf dem Bürger­steig fahren, sondern nur auf der Straße oder dem Radweg. Sie dürfen nicht schneller sein als 20 km/h, Nutzer müssen mindestens 14 Jahre alt sein, und eine Helm­pflicht gibt es nicht. (siehe Diese Regeln gelten für Elektro-Tretroller). Allerdings empfiehlt die Stiftung Warentest, einen Helm zu tragen, weil die Bremsen der Elektroroller nicht immer über­zeugen.

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