Mineral­wasser, Trink­wasser

Mit viel Kohlensäure, medium oder still – die Bundes­bürger lieben Mineral­wasser. 2016 hat jeder im Durch­schnitt 149 Liter im Jahr getrunken. Das meiste Mineral­wasser fließt heute aus preis­werten 1,5-Liter Flaschen von Discountern. Früher machten regionale Brunnen­betriebe mit ihren Marken das große Geschäft. Die Tests der Stiftung Warentest zeigen, welche natürlichen Mineralwässer viele Mineralstoffe enthalten, einwand­frei schme­cken und keine Probleme haben mit Keimen, kritischen Stoffen wie Uran und ober­irdischen Verunreinigungen aus Land­wirt­schaft, Industrie oder Haushalten. Die regel­mäßigen Tests Mineralwasser der Stiftung Warentest helfen jedem, das für ihn passende Mineral­wasser auszuwählen – von kalziumreich über natrium­arm bis hin zu Wässern für die Zubereitung von Säuglings­nahrung. Mehr

Kalzium, Natrium und weitere Mineralstoffe

Kalzium, Natrium, Magnesium, Kalium und weitere Mineralstoffe haben sich im Wasser angereichert, als es hunderte Meter durch Erde und Gestein sickerte. Doch nicht jedes Mineral­wasser ist auch reich an Mineralstoffen. Bei manchen ähneln die Gehalte oft dem Trink­wasser in der Region oder liegen gar darunter. Kohlensäure kann die Mineralwässer zu erfrischenden Durst­löschern aufpeppen, sie schützt auch vor Keimen. Mehr als die Hälfte hat hier­zulande viel Kohlensäure, diese Sorte heißt auch klassisch oder classic.

Kritische Substanzen aus Boden und Umwelt

Auf dem Weg durch die Gesteinschichten können auch kritische Stoffe aus dem Boden ins Trink­wasser gelangen, etwa Uran und Radium. Viele Verbraucher sorgen sich auch, dass die Gesteinschichten über einer Quelle ober­irdisches Wasser durch­lassen. Es könnte dann theoretisch ins Tiefen­wasser vordringen und es zum Beispiel mit Pestizid­rückständen aus der Land­wirt­schaft belasten. Auch Hormone, die sich im Abwasser befinden, könnten auf diesem Wege nach unten gelangen.

Acetaldehyd aus Kunst­stoff­laschen

In manchem Mineral­wasser wiesen die Tester der Stiftung Warentest Acetaldehyd nach. Die Substanz entsteht bei der Herstellung von Flaschen aus PET (Poly­ethylenter­ephthalat). Es kann umso mehr Acetaldehyd aus Kunst­stoff­flaschen ins Wasser übergehen, je wärmer, heller und länger sie lagern. Acetaldehyd kann zum geschmack­lichen Problem werden, ein gesundheitliches Problem stellt es nicht dar.

Mehrweg oder Einweg?

Knapp 70 Prozent der Mineralwässer kommen in Einwegflaschen in den Handel, der Rest in Mehr­wegflaschen aus Glas und Kunststoff. Für den Verbraucher sind Einwegflaschen am bequemsten, doch die Ökobilanz der verschiedenen Verpackungen für Mineralwässer unterscheidet sich.

Tests

Mineral­wasser im Test Test

Mineral­wasser im Test Test­ergeb­nisse für 31 Medium-Wässer

01.08.2020 - Bei fast 140 Litern pro Kopf jähr­lich liegt der Mineral­wasser-Konsum in Deutsch­land – am beliebtesten sind Wässer mit mitt­lerem Kohlensäu­regehalt. Die Stiftung Warentest hat 31 Medium-Wässer untersucht. Ergebnis des Mineral­wasser-Tests: Alle Wässer sind mikrobiologisch einwand­frei. In vier Produkten wiesen wir aber ober­irdische Verunreinigungen nach, in einem davon auch erhöhte Uran­werte. 25 Mineralwässer im Test sind gut. Zweimal gab es sogar die Note Sehr gut – eine Premiere.Zum Test

Wasser­sprudler im Test Test

Wasser­sprudler im Test Welche Sprudler wirk­lich prickelnd sind

30.06.2019 - Nie mehr Wasser­flaschen schleppen, kein Plastikmüll und jeder­zeit ruck­zuck Sprudel­wasser auf dem Tisch – das klingt toll. Der Test Wasser­sprudler der Stiftung Warentest zeigt aber: Wirk­lich prickelnd sind nur drei getestete Modelle. Und manche Wasser­sprudler machen ziemlich schnell schlapp. Sie schaffen mit einem Gaszylinder deutlich weniger Blubber als Konkurrenz-Sprudler. Im Test: Einsteigergeräte, Modelle des Markt­führers Sodastream und teure Designerprodukten von Aarke und Kitchenaid...Zum Test

Trink­wasser im Test Test

Trink­wasser im Test Wasser aus 20 Städten und Gemeinden auf dem Prüf­stand

26.06.2019 - Durst löschen, Kaffee brühen, Nudeln kochen – für alles brauchen wir Trink­wasser. Es wird häufiger kontrolliert als jedes andere Lebens­mittel. Trotzdem sorgen sich Verbraucher wegen Schad­stoffen, die in den Wasser­kreis­lauf geraten können. Die Stiftung Warentest hat 20 Trinkwässer getestet und dafür Proben aus ganz Deutsch­land auf ausgewählte kritische Stoffe untersucht – darunter auf Rück­stände von Arznei­mitteln und Pestiziden. Auch auf Uran und Chrom (VI) wurde getestet.Zum Test

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