Milch und Milchalternativen

Die Welt der Milch ist kompliziert, denn Milch hat viele Namen: Nicht wenige Deutsche verwechseln Rohmilch mit Frischmilch, Frisch­milch mit H-Milch – oder fragen sich im Laden immer wieder, was eine Vollmilch oder eine länger halt­bare Milch ist. Die Stiftung Warentest prüft regel­mäßig Milch und klärt dabei auch über die verschiedenen Begriff­lich­keiten auf (Eine kleine Milchkunde). Mehr

Verschiedene Wärmebehand­lung und Fett­gehalt

Mit Ausnahme von Rohmilch – frisch gemolkene Milch, die es heut­zutage nur noch auf Bauernhöfen gibt – wird Milch grund­sätzlich mit Wärme behandelt. Je höher der einge­setzte Wärmegrad, umso länger die Halt­barkeit. Bei der so genannten Pasteurisierung, einer kurz­zeitigen Erhitzung, kommen mäßige Temperaturen von 72 bis 75 Grad zum Einsatz. Pasteurisierte Milch ist meist nur einige Tage halt­bar. Mehrere Monate lang hält hingegen ultra­hoch­erhitzte Milch, auch H-Milch genannt. Sie wird auf mindestens 135 Grad erhitzt. Daneben bestimmt der Fett­gehalt einer Milch über ihre genaue Bezeichnung: Unterschieden werden Voll­milch und fett­arme Milch.

Soja- und Haferdrinks immer beliebter

Nicht nur Menschen mit Laktose-Intoleranz und Milch­eiweiß-Allergie schätzen pflanzenbasierte Alternativen zur Kuhmilch: Drinks aus Getreide, Soja oder Nüssen sind beliebt. Sie gelten als gesund und nach­haltiger als Milch. Ein Glas Sojadrink zum Beispiel liefert fast so viel Eiweiß wie Voll­milch. Haferdrinks punkten in Sachen Ökobilanz: Sie verursachen rund 70 Prozent weniger schädliche Klimagase als Kuhmilch. Soja­getränke können da mithalten, Milchalternativen aus Mandeln und Reis schneiden vor allem wegen ihres hohen Wasser­verbrauchs schlechter ab.

Tests

Haferdrinks im Test Test

Haferdrinks im Test Drei schme­cken sehr gut

12.05.2020 - Milchalternativen gelten als gesund und sollen die Umwelt weniger belasten als Kuhmilch. Stimmt das? Wie schmeckt ein guter Haferdrink? Und warum darf das Getränk nicht „Hafermilch“ heißen? Das klärt unser Haferdrink-Test. Von 18 Produkten im Test schneiden 14 gut ab, 11 davon tragen ein Biosiegel (Preise: 0,95 bis 2,24 Euro pro Liter). Schad­stoffe in nennens­wertem Umfang fanden die Prüfer der Stiftung Warentest nur bei einem Drink.Zum Test

Sojadrinks im Test Test

Sojadrinks im Test Siebenmal gut, fünf­mal zu viel Schad­stoffe oder Keime

16.08.2018 - Sojadrinks sind die Nummer eins unter den Milchalternativen und gelten als gesund. Zu Recht? Die Stiftung Warentest hat 15 Getränke – Marken wie Alpro, Handels- und Drogeriemarken, ein Getränk aus einem Asiamarkt – auf Geschmack, Nähr­werte und Schad­stoffe geprüft. Über­raschend: Jeder dritte Drink fiel durch. Das lag an Nickel, Chlorat und einem Keim. Sieben Soja­getränke bekommen die Note Gut. Die Preise der getesteten Sojadrinks liegen zwischen 0,95 und 2,34 Euro pro Liter.Zum Test

Milch­aufschäumer im Test Test

Milch­aufschäumer im Test Gute Geräte für Singles und Familien

05.02.2018 - Ein Häubchen aus Milch­schaum ist die Krönung für Cappuccino, Latte Macchiato und Co. Die Zubereitung per Hand erfordert indes Geduld und ist pannenträchtig: Milch kocht über, das Ergebnis lässt zu wünschen übrig. Mit elektrischen Milch­aufschäumern gelingt die Schaumkrone fast wie von selbst. Die Stiftung Warentest hat zehn Geräte getestet: Acht schlagen sich gut, zwei sind nur befriedigend. Unterschiede gibt es vor allem bei der Zubereitung und den Umwelt­eigenschaften (Preise 23 bis 99 Euro).Zum Test