Lebensmittelallergie: Gluten und Laktoseintoleranz

Bauch­schmerzen nach einem Glas Voll­milch, Darm-Alarm nach einem Stück Ananas, rote Hautflecken durch ein Frühstücksei – in Umfragen geben bis zu 40 Prozent der Deutschen an, bestimmte Speisen und Getränke nicht zu vertragen. Die Specials über Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Lebensmittelallergien und laktosefreie Produkte sowie das Buch Gut essen bei Laktoseintoleranz klären auf. Betroffene finden darin jede Menge Tipps, wie sich Speisen und Getränke trotzdem genießen lassen. Mehr

Schock durch Spuren

Echte Allergien gegen Nahrungs­mittel können lebens­gefähr­liche Reaktionen wie Schocks auslösen. Im Vergleich zu Unver­träglich­keiten sind sie eher selten: Experten schätzen, dass bis zu 7 Prozent der Deutschen allergisch auf Lebens­mittel reagieren. Die Haupt­auslöser sind Hühnerei, Milch, Soja, Nüsse, Fisch, Weizen, rohe Gemüse- und Obst­sorten. Schon winzige Mengen reichen für allergische Reaktionen, die zum Teil auch in Kombination mit einer Pollen­allergie auftreten – das Stich­wort heißt Kreuzal­lergie (mehr zu Heuschnupfen und Allergie-Medikamenten). Es ist wichtig, dass ein Arzt die Lebens­mittel­allergie diagnostiziert per Haut- und Bluttest auf Immunglobulin E (IgE).

Kein Komplett-Verzicht bei Unver­träglich­keit

Unver­träglich­keiten – auch Intoleranzen genannt – lassen sich hingegen schwieriger fest­stellen. Dabei können zum Beispiel Fruchtzucker (Fruktose) oder Milch­zucker (Laktose) den Dick­darm stressen, weil Zuckermoleküle nicht richtig verdaut werden. Bei der seltenen Gluten-Unverträglichkeit (Zöliakie) verursacht das Gluten aus bestimmten Getreidesorten wie Weizen und Roggen Schleimhaut­entzündungen im Dünn­darm. Menschen mit einer Histaminunverträglichkeit vertragen Gereiftes, Gegorenes und Fermentiertes schlecht. Dennoch müssen Betroffene oft nicht komplett auf bestimmte Lebens­mittel und damit wichtige Nähr­stoff­quellen verzichten: Wer an Laktos­eintoleranz leidet und Probleme mit kalziumhaltiger Milch hat, kann häufig auf kalziumreichen Käse ausweichen. Der Test von Gouda bestätigt, dass feste Käse so gut wie laktosefrei sind. Einige Anbieter haben eigens Produkte auf den Markt gebracht, auf denen „glutenfrei“, „laktosefrei“ oder „fruktosefrei“ steht. Doch nicht wirk­lich jeder braucht sie – mehr dazu steht im Beitrag „Was heißt glutenfrei?“