Kundenkarte, Payback und Cashback

Die Deutschen tragen durch­schnitt­lich 4,4 Karten in ihren Geldbörsen. Das zeigt eine Studie von TNS Emnid. Zudem haben die Forscher ermittelt, dass ein erfolg­reiches Rabatt­programm nicht nur bei mehreren attraktiven Unternehmen gleich­zeitig einsetz­bar sein, sondern auch Coupons bieten muss. Soweit die Theorie. Der Blick auf die Praxis aber zeigt: Die ideale Kundenkarte gibt es nicht. Mehr

Regel­mäßige Rabatte sind bescheiden

Die ideale Kundenkarte muss aus Sicht der Experten von Finanztest folgende Bedingungen erfüllen: Sie soll kostenlos sein und einen regel­mäßigen mess­baren Rabatt von mindestens 3 Prozent bieten, der schnell mit dem Einkauf verrechnet wird. Dazu sollen die Bonusbedingungen verständlich sein und ihr Anbieter sich an die gesetzlichen Daten­schutz­bestimmungen halten. In der Realität liegt die regel­mäßige Ersparnis mit Kundenkarten aber selten über 3 Prozent. Höhere Rabatte gibt es meist erst für einen hohen Mindest­umsatz.

Mehr­part­nerprogramme lohnen eher

Anders als bei Kundenkarten einzelner Firmen summieren sich bei Mehr­part­nerprogrammen kleine Rabatte zu nennens­werten Beträgen. Bei diesen Programmen haben sich viele Firmen oder Händler zusammen­geschlossen. Finanziell lohnend ist jede Kundenkarte aber nur, wenn der Nutzer Stamm­kunde dieser Firmen ist.

Daten­schutz nicht optimal

Kundenkarten­anbieter dürfen nur die Daten speichern, die für die Abwick­lung des Programms erforderlich sind, wie Name, Anschrift, Geburts­datum, aber auch Umsatz, Ort, Datum und Zeit des Einkaufs. Für Werbung dürfen diese Daten nur mit Zustimmung des Kunden genutzt werden.

Höhere Rabatte im Internet

Auch Kunden von Mehr­wert­programmen wie Payback erhalten Rabatte bei Einkäufen im Internet. Deutlich mehr können Verbraucher allerdings mit Cashback-Portalen – dem digitalen Gegen­stück zu Rabatt­karten – sparen. In vielen Fällen liegt die Ersparnis zwischen 3 und 5 Prozent.