Kopf­hörer und Laut­sprecher

Kopf­hörer und Laut­sprecher stehen bei der Stiftung Warentest häufig auf dem Prüf­stand. Denn für ungetrübten Musikgenuss sind ein Kopf­hörer oder Laut­sprecherboxen mit gutem und ausgewogenem Klang unerläss­lich. Die Tests zeigen: Auch bei hoch­preisigen Modellen kann die Klangqualität sehr unterschiedlich sein. Mehr

Standboxen für Musiklieb­haber

Letzt­endlich ist Klang­empfinden subjektiv: Der eine mag es gerne etwas bass­lastiger, der andere bevor­zugt einen eher hellen Klang. Um Enttäuschungen vorzubeugen, ist Probehören für HiFi-Freunde vor dem Kauf ein Muss. Bei Musiklieb­habern sind eher neutral abge­stimmte Standlautsprecher meist erste Wahl, weil diese eine unver­fälschte Wieder­gabe von Instru­menten und Stimmen ermöglichen. Standlaut­sprecher brauchen Platz, um ihr Potential entfalten zu können: Direkt vor der Wand oder in der Raum­ecke stehen sie ungünstig, wenn die Bass­reflex­rohre tiefe Töne nach hinten abstrahlen. Die von der Wand reflektierten tiefen Frequenzen führen leicht zu Wummern und einem unde­finierten Klang.

2.1-Systeme fürs Heim­kino

2.1-Laut­sprecher­systeme (sprich: zwei Punkt eins) sind eher für effekt­volles Heim­kino mit sattem Sound geeignet. 2.1-Systeme bestehen aus zwei kleinen Boxen und einem aktiven Subwoofer für die tiefen Töne. Vorteil gegen­über Standboxen: Die kleinen Boxen lassen sich recht unauffäl­lig ins Regal stellen oder an der Wand montieren. Nachteil gegen­über Standboxen: der meist weniger ausgewogene, manchmal etwas matte und kühle Klang. Heim­kinofreaks erweitern ihre 2.1-Systeme gerne auch zu einem 5.1-Surroundsystem, das aus fünf kleinen Laut­sprechern plus Subwoofer besteht. Details finden sie auf der Themenseite Heimkino.

Große Kopf­hörer-Vielfalt

Wer gerne unterwegs Musik hören oder die Nach­barn nicht stören möchte, greift zum Kopf­hörer. Wie bei Laut­sprecherboxen ist auch hier der Klang das entscheidende Qualitäts­kriterium. Auch bei teuren Modellen ist er nicht zwangs­läufig immer gut. Die Auswahl ist sehr groß: Es gibt kabel­gebundene und kabellose Modelle, ohrumschließende und ohraufliegende, geräusch­mindernde und passive Kopf­hörer. In-Ohr-Modelle sind nur wenige Gramm schwer und so unauffäl­lig und klein, dass man sie fast nicht sieht. Unser Test von In-Ohr-Kopfhörern zeigt: Hörgenuss gibt es schon für wenig Geld. Wie man In-Ear-Kopf­hörer vom Hörgeräte­akustiker individuell anpassen lassen kann, zeigt unser Schnelltest.

Luxus Geräusch­minderung

Besonderen Komfort können geräusch­mindernde Kopf­hörer bieten. Bei diesem System werden Umge­bungs­geräusche per Mikrofon aufgenommen und über einen batterie­gespeisten Verstärker als Gegen­schall an die Kopf­hörer weitergeleitet, wodurch Außen­geräusche im Ideal­fall quasi ausgelöscht werden. Eine gute Geräusch­reduktion kann in der Regel jedoch nur mit ohrumschließenden Kopf­hörern erreicht werden. Ohraufliegende Modelle schaffen das bei weitem nicht so gut, wie die Prüfungen der Stiftung Warentest zeigen. Bei herkömm­lichen, „passiven“ Kopf­hörern können Nutzer den an das Ohr dringenden Außenlärm nur dadurch über­tönen, dass sie die Laut­stärke des Kopf­hörers hoch­drehen. Auf Dauer ist das für die Ohren keine gute Lösung.

Dank Bluetooth auch ohne Kabelsalat

Wer keine Lust auf Kabelsalat hat, kann auch einen Bluetooth-Kopf­hörer wählen. Er verbindet sich per Kurz­stre­cken­funk mit dem Abspielgerät. Das muss die Bluetooth-Technik allerdings ebenfalls beherr­schen. Bei den allermeisten Smartphones und Tablets ist das der Fall, bei älteren Stereo­anlagen nicht unbe­dingt. Viele Bluetooth-Kopf­hörer sind gleich­zeitig auch als Head­set verwend­bar, wie etwa die Geräte aus unserem 2012er Test. Nutzer können mit ihnen dann nicht nur Musik hören sondern auch telefonieren, oder Sprach­befehle ins Smartphone oder Tablet eingeben.

Auf die Pass­form und die Anwendung achten

Der beste Klang nützt nicht viel, wenn der Kopf­hörer drückt oder ständig von den Ohren rutscht. Darum ist es empfehlens­wert, die Geräte vor dem Kauf auszupro­bieren. Wichtig ist auch eine gewisse Stabilität. Einige Modelle beispiels­weise halten einem Fall­test aus 1,80 Meter Höhe nicht unver­sehrt stand. Spezielle Sport­kopf­hörer sitzen dank Bügeln besonders fest am Ohr und rutschen beim Joggen nicht heraus. Manche von Ihnen sind sogar wasser­dicht und daher zum Musikhören unter Wasser geeignet.

Einfach mal „blind“ probehören

Jede Laut­sprecherbox hat ihren eigenen Klang. Das gilt auch für Kopf­hörer. Tipp für den Kauf: Hören Sie Laut­sprecherboxen oder Kopf­hörer „blind“, das heißt, ohne zu wissen, wie teuer das gehörte Modell ist und von welchem Hersteller es stammt. So können sie unvor­einge­nommen auf ihr Gehör und ihren subjektiven Hörgeschmack vertrauen. Der Klang­charakter harmoniert nicht mit jedem Musikstil gleich: Es ist sinn­voll, zum Probehören die eigenen Lieblings-CDs mitzubringen.

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