Lebensversicherung

Unrealistische Informationen, enttäuschte Sparer: Die Leistungen, die viele Kunden bei Ablauf ihrer Kapital­lebens­versicherung oder privaten Renten­versicherung erhalten, sind oft erheblich geringer als bei Vertrags­beginn vom Versicherer hoch­gerechnet. 92 Leser haben uns ihre Vertragsdaten offen gelegt. Zwischen den Leistungen, die Versicherer ihren Kunden bei Vertrags­abschluss in Aussicht gestellt hatten und der tatsäch­lichen Leistung bei Vertrags­ablauf klaffen oft erhebliche Lücken. Kunden können jedoch handeln und Kosten und Steuern senken: Die Finanztest-Experten nennen sechs Möglichkeiten für Kunden mit noch laufenden Verträgen, ihre späteren Auszahlung zu optimieren. Mehr

Garan­tiezins immer geringer

Der Garan­tiezins für neu abge­schlossene Verträge liegt nur noch bei maximal 1,25 Prozent. Auch Kunden, deren Versicherung jüngst fällig geworden ist oder demnächst ausgezahlt wird, bekommen immer weniger: Ihre Beteiligung an den Bewertungsreserven wurde drastisch gekürzt. Sparer, die schon seit vielen Jahren Beiträge in eine Kapital­lebens­versicherung einzahlen, sollten sich dennoch nicht verunsichern lassen. Ein vorzeitiger Ausstieg ist meist teuer. Kunden, die ihren Vertrag zwischen 1994 und 2007 abge­schlossen haben, können prüfen, ob sie ihren Vertrag wegen fehlerhafter Widerspruchsbelehrungen rückabwickeln können. Das sollte aber gut über­legt sein: Der Neuabschluss einer Kapital­lebens­versicherung ist nicht mehr attraktiv, alte Verträge bieten aber noch hohe garan­tierte Zinsen.

Vermittler nutzen Verunsicherung von Kunden

Es gibt Vermittler, die Kunden zum Vertrags­ausstieg über­reden und ihnen raten, ihr Geld woanders anzu­legen. Wegen der Flaute beim Neugeschäft wildern Vermittler vermehrt in den eigenen Beständen und denen ihrer Konkurrenten, um Kunden zum Wechsel zu bewegen. Gern empfehlen sie einen Umstieg von einer klassischen Police in eine Fonds­police. Dies weiß die Stiftung Warentest aus zahlreichen Zuschriften von Verbrauchern. Meistens ist ein Ausstieg oder ein Vertrags­wechsel wegen neuer Kosten aber nicht zum Vorteil der Kunden.

Unseriöse Policen­aufkäufer ziehen Kunden über den Tisch

Eine Alternative zur Kündigung des Vertrags ist der Verkauf der Police. Policenhändler werben damit, dass sie mehr zahlen als den Rück­kaufs­wert. Doch auf dem Markt tummeln sich viele dubiose Anbieter. Finanztest hat Anbieter befragt und Angebote eingeholt. Nur ein Unternehmen machte ein Angebot, bei dem der Kunde den Verkaufs­preis auf einen Schlag bekommt. Andere versprechen zwar viel mehr als den Rück­kaufs­wert, den der Kunde bei Kündigung vom Versicherer bekäme. Doch soll die Rück­zahlung über viele Jahre gestreckt werden. Ob es die Firma aber in einigen Jahren noch gibt oder ob die Inhaber mit dem Geld der Kunden nicht plötzlich verschwinden, ist ungewiss.

Bei Minirendite lieber die Reiß­leine ziehen

In einigen Fällen lohnt es sich aufgrund der sehr geringen Rendite nicht mehr, die Kapital­lebens­versicherung fort­zuführen. Beim genauen Nach­rechnen hilft der Rechner von test.de, mit dem Sie die Rest­lauf­zeitrendite ihres Vertrags berechnen können.

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