Immobilien­kredit

Noch nie waren Hypothekendarlehen so günstig wie heute. Für einen Kredit mit zehn Jahren Zins­bindung zahlen Bauherren und Wohnungs­käufer derzeit rund 2 Prozent Zinsen im Jahr – nicht einmal halb so viel wie noch vor fünf Jahren. Das macht den Bau oder Kauf der einigen vier Wände oft auch für Durch­schnitts­verdiener erschwing­lich. Die Zins­unterschiede zwischen den Kredit­angeboten von Banken, Versicherungen und Bausparkassen sind allerdings enorm. Mehr

Zins­vergleich lohnt sich

Die Vergleiche der Stiftung Warentest zeigen immer wieder erhebliche Spar­potentiale bei der Baufinanzierung. Beispiel: Bei einem 200 000-Euro-Darlehen mit 20 Jahren Zins­bindung sparen Kreditnehmer schon mit einem Zins­vorteil von einem halben Prozent­punkt rund 22 000 Euro Zinsen. Oft liegen die Zins­sätze der Banken für vergleich­bare Immobiliendarlehen sogar mehr als einen Prozent­punkt auseinander.

Effektivzins als Maßstab

Beim Vergleich von Kredit­angeboten sollten Immobilienkäufer vor allem auf den effektiven Jahres­zins achten. Er enthält nicht nur die Zinsen, die der Kunde an die Bank zahlen muss, sondern zum Beispiel auch Bearbeitungs­gebühren, Vermitt­lungs­provisionen und die Zins- und Tilgungs­verrechnung auf dem Kredit­konto. Bei gleicher Zins­bindung ist daher der Kredit mit dem nied­rigsten Effektivzins am güns­tigsten. Doch Vorsicht: Mitunter geben Banken und Bausparkassen irreführende Effektivzinsen an Tricks beim Effektivzins. Und einige Neben­kosten, etwa Bereit­stellungs­zinsen, Schätz­gebühren und Teil­auszahlungs­zuschläge müssen Banken nicht in den gesetzlichen Effektivzins einrechnen.

Flexible Rück­zahlungs­möglich­keit

Bauherren und Wohnungs­käufer sollten sich im Kredit­vertrag die Möglich­keit zu einer flexiblen Rück­zahlung sichern. Dafür gibt es genügend Angebote. Das Recht auf jähr­liche Sondertilgungen bis zu 5 oder 10 Prozent der Kreditsumme steht bei vielen Banken schon im Stan­dard-Kredit­vertrag. Viele bieten auch die Möglich­keit, den Tilgungs­satz und damit die Rate noch nach­träglich zu ändern. Das schafft Spielraum, um die monatliche Belastung an veränderte Einkommens­verhält­nisse anzu­passen. Solche flexiblen Darlehen sind in der Regel nicht einmal teurer als Darlehen mit einer starren Tilgung.

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