Haus- und Grund­besitzerhaft­pflicht

Vermieter von Immobilien und Eigentümer­gemeinschaften brauchen eine Haus- und Grund­besitzerhaft­pflicht­versicherung. Sie springt ein, wenn Eigentümer fahr­lässig ihre sogenannten Verkehrs­siche­rungs­pflichten verletzt haben. Verunglückt zum Beispiel ein Passant, weil der Haus­eingang schlecht beleuchtet ist, weil der Eigentümer bei Reparatur­arbeiten eine Treppe mangelhaft abge­sichert hat oder der Gehweg nicht vom Schnee befreit ist, über­nimmt die Versicherung den Schaden­ersatz. Für ein Zweifamilien­haus mit 200 Quadrat­metern Gesamt­wohn­fläche und einem Brutto­vorjahres­miet­wert von 20 000 Euro kostet der Schutz je nach Anbieter zwischen 30 Euro und 180 Euro im Jahr. Damit sind Schäden bis zu einer Versicherungs­summe von mindestens 3 Millionen Euro gedeckt. Mehr

Haftung auch für unbe­bautes Grund­stück

Bereits von einem unbe­bauten Grund­stück können Gefahren ausgehen. Der Eigen­tümer von Bauland ist dafür verantwort­lich, dass dort niemand zu Schaden kommt. Eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung ist sinn­voll, so lange der Baubeginn noch nicht fest­steht oder keine Bebauung geplant ist. Ist absehbar, dass der Bau binnen zwei Jahren fertig wird, schließt der künftige Immobilien­besitzer besser gleich beim Grundstücks­kauf eine Bauherren-Haftpflichtversicherung ab. Damit sind auch die Gefahren, die vom Grund­stück ausgehen, ausrei­chend versichert. Für den Schutz eines unbe­bauten Grund­stücks von 1 200 Quadrat­metern bei mindestens 3 Millionen Euro Versicherungs­summe gibt es Policen für jähr­lich zwischen knapp 20 bis über 100 Euro Beitrag. ­Eigentümer, die später selbst in ihre Immobilie ziehen, brauchen die Haus- und Grundbesitzer-Haft­pflicht nach der Bauphase nicht mehr. Für ihr Eigenheim reicht die Privathaftpflichtversicherung. Vermie­ter kommen dagegen auf Dauer nicht ohne den besonderen Schutz aus.

Hohe Schäden sind möglich

Die Versicherer regulieren jedes Jahr rund 54 000 Schäden. Die Schadens­höhe lag im Jahr 2005 bei durch­schnitt­lich 2 100 Euro, eine aktuelle Statistik liegt dem Gesamt­verband der deutschen Versicherer nicht vor. Immobilien­eigentümer sollten sich von der nied­rigen Durch­schnitts­summe nicht blenden lassen. Sie brauchen Schutz für den schlimmsten Fall. Der tritt ein, wenn sich Menschen schwer verletzen und lebens­lange Schäden davon­tragen. Deshalb sollte die Versicherungs­summe nicht nied­riger sein als 3 Millionen Euro pauschal für Personen- und Sach­schäden. Viele Versicherer bieten auch Versicherungs­schutz für Schäden bis 5 Millionen, 10 Millionen oder sogar 50 Millionen Euro.

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