Giro­konto

Warum jeden Monat 5 Euro oder mehr Konto­führungs­gebühren für das Gehalts- oder Renten­konto bezahlen? Es geht auch kostenlos. Allerdings müssen sich Bank­kunden dann meist dafür entscheiden, das Giro­konto per PC zu führen, auf einen Ansprech­partner vor Ort zu verzichten oder andere Bedingungen zu erfüllen. Es gibt immer noch Banken, die ein Gratis­konto anbieten. Regel­mäßige Unter­suchungen der Stiftung Warentest zeigen, dass Kunden mit einem Giro­konto­wechsel bis zu 200 Euro im Jahr sparen können. Mehr

Kostenlos ohne Bedingungen

Gratis­konto heißt für die Experten von Finanztest, dass die Bank keine monatliche Konto­führungs­gebühr verlangt, keine Kosten für die Girocard (früher: ec-Karte) in Rechnung stellt und auf Vorgaben wie eine Mindest­höhe für den Geld­eingang verzichtet. Ob die Kreditkarte gratis ist, spielt keine Rolle, denn kein Kunde ist gezwungen, die Kreditkarte seiner Bank zu nehmen. Bei einem Test Girokonten mit mehr als 170 Konto­modellen kam heraus, dass nur knapp 5 Prozent der Sparkassen und Genossen­schafts­banken ihr Giro­konto gratis ohne Bedingungen anbieten.

Kostenlos mit Bedingungen

Manchmal stellen die Banken Bedingungen für ihre kostenlosen Giro­konten, die ganz unterschiedlich ausfallen können. Eine nied­rige Hürde ist der Genossen­schafts­anteil von meist 52 Euro, den Neukunden bei den meisten Sparda-Banken bezahlen müssen, um ein Gratis­konto zu bekommen. Höher ist die Hürde, wenn ein bestimmter monatlicher Geld­eingang verlangt wird, zum Beispiel bei der Post­bank 4 000 Euro (Konto Giro plus).

Nicht nur auf den Preis schauen

Bank­kunden sollten bei der Wahl nicht nur auf den Preis schauen. Wichtig ist, dass sie ohne große Umwege kostenlos an Bargeld kommen. Das geht immer an den Auto­maten der eigenen Bank oder des Banken­verbundes. Außer­halb des Auto­maten­verbundes kann Geld­abheben sehr teuer werden.