Gentechnik

Soja, Mais, Raps – vor allem in Nord- und Südamerika wachsen sie heute in Form von gentech­nisch veränderten Pflanzen. Ihre Besonderheit: Sie sollen resistent sein gegen bestimmte Schädlinge oder Unkraut­vernichtungs­mittel und eine ertragreiche Ernte sichern. Die Mehr­zahl der Deutschen lehnt gentech­nisch veränderte Lebens­mittel nach wie vor ab. Hier­zulande sind sie selten zu finden. Komplett gentechnikfrei sind die Produkte im Supermarkt aber nicht, wie eine Untersuchung von Soja-Lebensmitteln zeigt. Mehr

Produkte müssen gekenn­zeichnet sein

Die Stiftung Warentest fahndet regel­mäßig nach Hinweisen auf Gentechnik im Essen – immer dann, wenn es sinn­voll erscheint, so wie bei Honig, Reis oder Rapsöl. Zwar ist der Anbau von Genpflanzen EU-weit stark einge­schränkt, dennoch können gentech­nisch veränderte Lebens­mittel durch Importe zu uns gelangen. Enthält ein Produkt mehr als 0,9 Prozent gentech­nisch veränderte Organismen, muss es einen Hinweis tragen. In der Praxis ist das aber nicht immer der Fall.

Auch Baumwolle wird gentech­nisch verändert

Was viele nicht wissen: Auch Baumwolle ist zunehmend gentech­nisch verändert. Auf über 60 Prozent der welt­weiten Anbauflächen wachsen bereits Pflanzen aus gentech­nisch verändertem Saat­gut. Wer Genbaumwolle beim Kauf von Kleidung umgehen will, hat schlechte Chancen: Sie wird nicht gesondert gekenn­zeichnet. Für den Öko-Anbau ist Genbaumwolle hingegen tabu. Um zu prüfen, ob Textilien das Ökosiegel zu recht tragen, prüft sie die Stiftung Warentest daher auf gentech­nisch veränderte Anteile, so auch beim Test T-Shirts.