Fußpflege

Sie tragen uns durchs Leben – doch leider gerät die sorgfältige Pflege der Füße leicht in Vergessenheit. Dabei braucht es nicht einmal besonders viel Zeit oder eine teure Ausstattung, um ihnen regel­mäßig etwas Gutes zu tun. Unver­zicht­bar ist vor allem eines: das richtige Schuh­werk. Es muss passen, darf nicht einengen oder drücken und sollte den Füßen „Luft zum Atmen“ lassen. In Drogeriemärkten und Apotheken finden sich zusätzlich zahlreiche Produkte zur Pflege der Füße. Häufig wollen sie lästiger Hornhaut zu Leibe rücken. Welche Methode aber ist dafür die richtige? Hornhautfeile, Hornhauthobel, Bims­stein und Skalpell gibt es schon für wenige Euro im Handel. Können Laien sie bedenkenlos einsetzen? Und was können Cremes gegen Hornhaut und Schrunden bewirken oder spezielle Socken gegen Hornhaut? Im Special Fußpflege: Zeigt her eure Füße erklärt die Stiftung Warentest, welche Produkte für wen in Frage kommen und wann es besser ist, sich Rat und Hilfe von Profis zu holen und etwa zur Fußpflege oder zum Podologen zu gehen. Mehr

Fußpilz ist lästig, aber gut behandel­bar

Wenn die Haut an den Füßen anfängt zu jucken, wenn sie sich rötet und schuppt, ist das häufig ein Zeichen für Fußpilz. Meist machen sich die Symptome zunächst zwischen den Zehen bemerk­bar, schnell sind aber auch größere Hauta­reale am Fuß betroffen. Zwar ist Fußpilz harmlos, wer darunter leidet, empfindet ihn aber meist als unangenehm. Zudem ist er hoch anste­ckend und sollte behandelt werden. Rezept­freie Mittel, meist Cremes und Gele, zu unterschiedlichen Preisen und mit verschiedenen Wirk­stoffen gibt es in der Apotheke. Viele von ihnen können helfen, die Experten der Stiftung Warentest bewerten sie als geeignet. Das gilt etwa für Präparate mit dem Wirk­stoff Bifonazol, Clotrimazol, Naftifin oder Terbinafin, die gegen verschiedene Pilz­typen wirken.

Tipp: In unserer Datenbank Medikamente im Test finden Sie ausführ­liche Informationen zu zahlreichen Wirk­stoffen und Präparaten.

Mit Geduld und Sorgfalt gegen hartnä­ckigen Nagelpilz

Ebenso weit verbreitet, aber deutlich hartnä­ckiger: Nagelpilz. Ihn wieder los zu werden, nimmt mehr Zeit in Anspruch. Neben einer äußeren Behand­lung – etwa mit speziellen Nagella­cken mit den Wirk­stoffen Amorolfin und Ciclopirox – kann es helfen, pilztötende Tabletten einzunehmen. Während es Nagellacke frei­verkäuflich in der Apotheke gibt, kann die Tabletten nur ein Arzt verschreiben.

Tipp: In unserem Special Fußpilz und Nagelpilz: Diese rezeptfreien Medikamente helfen bieten wir neben Informationen zu den Präparaten auch Ratschläge dazu, wie Sie Fuß- und Nagelpilz­infektionen wirk­sam vorbeugen. Dabei unver­zicht­bar: penible Hygiene und etwas Geduld.

Farbe bekennen mit bunten Nagella­cken

Vor allem in der warmen Jahres­zeit sind bunt lackierte Zehennägel ein beliebter Hingu­cker. Scheinbar nie aus der Mode kommt dabei das klassische, leuchtende Rot. Doch nicht alle Nagellacke halten, was sie versprechen. Besonders ärgerlich ist es, wenn die Farbe nur schwer trocknet oder leicht wieder abblättert. In unserem letzten Test von 26 Nagellacken in klassischem Rot und trendigem Blau mussten wir diese Schwächen allerdings bei zahlreichen Lacken fest­stellen. So schön gepflegte Füße auch sind – nicht jeden Trend sollten sie mitmachen müssen. Mit Vorsicht zu genießen ist etwa die Pflege mit Hilfe von Fußbädern mit Saugbarben, auch Knabber­fisch­chen genannt. Denn Tier­schutz und Hygiene kommen dabei häufig zu kurz.