Fleisch und Wurst

Kinder lieben Wiener Würstchen, Fein­schmecker rohen Schinken und bei vielen vergeht kein Sommer ohne Bratwurst und Grillfleisch auf dem Rost. Fleischskandale haben in den vergangenen Jahre nicht gerade Appetit gemacht. Daher fragen sich viele, wo sie Fleisch und Wurst in guter Qualität kaufen können. Die Stiftung Warentest untersucht regel­mäßig Fleisch- und Wurst­produkte. Mehr

300 bis 600 Gramm pro Woche empfohlen

Wer den Empfehlungen der Deutschen Gesell­schaft für Ernährung folgt, sollte pro Woche nicht mehr als 300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurst essen. Die meisten Deutschen genehmigen sich mehr. Im Schnitt isst hier­zulande jeder rund 90 Kilogramm Fleisch pro Jahr. Für viele gehören Braten, Schnitzel, Kotelett oder Wurst zu einer ordentlichen Mahl­zeit.

Bei der Massentierhaltung mangelt es häufig am Tier­schutz

Doch es werden immer mehr kritische Stimmen gegen die Fleischeslust laut. So scheint rotes Fleisch – also Rind, Schwein, Wild und Lamm –, aber vor allem gepökeltes Fleisch bei der Entstehung von Krebs­erkrankungen ein Faktor zu sein. Der Flächen- und Wasser­verbrauch bei der Fleisch­produktion ist sehr viel höher als bei der Erzeugung vieler pflanzlicher Lebens­mittel und in der Massentierhaltung mangelt es häufig am Tier­schutz. Inwiefern Fleischanbieter ihre Verantwortung für Tier­schutz, Umwelt­schutz und die sozialen Belange ihrer Mitarbeiter wahr­nehmen, hat die Stiftung Warentest zuletzt bei Hähnchenbrustfilets untersucht. Zusätzlich prüfte sie auch die Qualität der frischen Hähnchenbrustfilets. Auch zu einem Test von Kochschinken gab es eine Untersuchung, wo der Koch­schinken herkommt und unter welchen Bedingungen er hergestellt wird. Durch intensive Verwendung von Antibiotika in der Tiermast werden Resistenzen massiv gefördert. Bei einem Test von 20 Hähnchenschenkeln wiesen die Tester in 12 Produkten Bakterien nach, die gegen bestimmte Antibiotika unempfindlich sind.