Existenz­gründung

Für viele ist die Selbst­ständig­keit ein lang­gehegter Traum. Andere gründen, weil sie arbeitslos sind und durch die eigene Firma beruflich wieder Fuß fassen wollen. Egal, welches Motiv der Existenz­gründung zugrunde liegt: Der Aufbau eines eigenen Betriebes muss gut vorbereitet sein. Viele Start-ups scheitern aber inner­halb der ersten drei Jahre. Das liegt oft am fehlenden Wissen über das Business. Es gibt viele Möglich­keiten, sich darüber zu informieren. Die Stiftung Warentest empfiehlt einschlägige Portale im Internet, Seminare für Existenzgründer und individuelle Beratungen. Sie hat die drei Grund­steine für eine erfolg­reiche Gründung einge­hend getestet. Mehr

Start­hilfe per Internetportal

Eine geeignete Einstiegs­hilfe sind Internetportale zum Thema Existenzgründung. Der Test hat ergeben: Die Seite des Bundes­wirt­schafts­ministeriums www.existenz­gründer.de ist inhalt­lich am umfassendsten – und bietet einen guten Über­blick. Regionale Platt­formen helfen zusätzlich, sich ein Bild vom Gründungs­geschehen rund um den künftigen Firmensitz zu machen. Andere Seiten haben sich auf finanzielle Fragen spezialisiert.

Tipp: Nutzen Sie mehrere Home­pages für Ihre Recherche.

Seminare für angehende Selbst­ständige sinn­voll

Trotz der vielfältigen im Internet verfügbaren Fakten bleiben oft noch Fragen offen. Wie erstelle ich einen Business­plan? Wie bekomme ich einen Kredit? Wie funk­tioniert die Buch­haltung? Das lernen Gründer in Seminaren, die Kammern, Volks­hoch­schulen und private Anbieter im Programm haben. Solche Präsenzkurse dauern zwischen zwei und fünf Tagen und behandeln die wichtigsten Aspekte der Existenz­gründung. Die Stiftung Warentest hat sie über die Jahre mehr­fach besucht und heraus­gefunden, dass es vielen Seminaren an anschaulicher Vermitt­lung mangelt oder sie zu wenig auf die konkreten Geschäfts­ideen der Teilnehmer eingehen. Wichtig ist deshalb, den Kurs­anbieter sorgfältig nach solchen Kriterien auszuwählen.

Die Beratung geht ins Detail

Nicht jede Detailfrage zur Umsetzung der Geschäfts­idee kann in einem Gründerkurs beant­wortet werden. Das kann jedoch eine individuelle Beratung leisten. Jung­unternehmer sollten ein solches Coaching unbe­dingt nutzen. Die Erst­beratung ist oft kostenlos. Da weitere Beratungen oft ins Geld gehen, ist auch hier eine gründliche Auswahl angebracht. Der Test hat gezeigt: Frauen sind bei Zentren für Gründe­rinnen oft am besten aufgehoben. Gute Beratungen bieten aber auch Kammern oder private Anbieter an.