Eigenheim­förderung

Der Staat greift Bauherren und Wohnungs­käufern mit einer Vielzahl von Förderprogrammen unter die Arme. Außer dem neuen Baukinder­geld gibt es oft zins­verbilligte oder zins­lose Darlehen, einmalige Baukosten­zuschüsse und auch schon mal ein Grund­stück zum Vorzugs­preis. Voraus­setzungen und Konditionen der einzelnen Programme unterscheiden sich erheblich. Mehr

Baukinder­geld

Bauherren und Wohnungs­käufer können für ihre Kinder Baukinder­geld bei der staatlichen KfW-Bank beantragen – voraus­gesetzt, sie ziehen selbst ein und sind nicht schon Eigentümer einer anderen Wohn­immobilie. Für jedes Kind, das am Tag des Antrags unter 18 Jahre alt ist, zahlt die Förderbank zehn Jahre lang einen Zuschuss von 1 200 Euro, insgesamt also 12 000 Euro pro Kind. Die Förderung erhalten Familien, die den Kauf­vertrag seit dem 1. Januar 2018 abge­schlossen haben oder dies noch bis zum 31. Dezember 2020 tun. Bei Neubauten muss die Baugenehmigung in diesen Zeitraum fallen. Über alle Details berichtet test.de im Spezial Baukindergeld.

Förderdarlehen der KfW-Bank

Auch für güns­tige Baudarlehen ist die staatliche KfW Förderbank die erste Adresse. Für den Bau oder Kauf eines Eigenheims vergibt sie Kredite bis zu 50 000 Euro. Besonders günstig finanziert die Förderbank die energetische Sanierung älterer Häuser. Die Darlehen werden von fast allen Banken vermittelt. Nähere Informationen gibt es unter www.kfw.de.

Förderprogramme der Bundes­länder

Eine Reihe von Bundes­ländern bietet güns­tige Darlehen und Zuschüsse fürs Eigenheim, vor allem für Familien mit Kindern. Anders als die KfW-Programme ist die Länder­förderung zudem meist an Einkommens­grenzen gebunden. Eine Über­sicht über die aktuellen Förderprogramme finden Sie unter www.baufoerderer.de. Zuständig ist je nach Bundes­land die Stadt- oder Kreis­verwaltung oder die landes­eigene Förderbank.

Billiges Bauland von der Gemeinde

Immer mehr Städte und Gemeinden vergeben güns­tige Kredite oder verbilligtes Bauland, um für Familien attraktiver zu werden. Die Aktion pro Eigenheim hilft auf ihrer Internetseite bei der Suche.

Steuer­vorteile für Baudenkmäler

Wer ein Haus saniert, das unter Denkmal­schutz steht oder in einem Sanierungs­gebiet liegt, erhält eine hohe Steuer­förderung: Zehn Jahre lang erkennt das Finanz­amt jeweils 9 Prozent der Sanierungs­kosten als Sonder­ausgaben an. Die Arbeiten dürfen erst nach Abschluss des Kauf­vertrags beginnen.

Zulagen und Steuer­vorteile mit Riester-Darlehen

Wenn sie für ihre Eigenheim­finanzierung ein zertifiziertes Riester-Darlehen aufnehmen, erhalten Bauherren und Wohnungs­käufer auf die Tilgung Zulagen und Steuer­vorteile wie für einen Riester-Spar­vertrag. Außerdem können sie ihr schon angespartes Riester-Vermögen zur Baufinanzierung einsetzen. Die Wohn-Riester-Förderung ist kompliziert, aber sie lohnt sich. Obwohl Haus­eigentümer im Renten­alter Steuern auf die geförderten Beträge zahlen müssen, bleibt unterm Strich ein dickes Plus. Seit Anfang 2014 können Riester-Sparer ihr Guthaben jeder­zeit auch für die Entschuldung ihrer Immobilie einsetzen oder für ihre Anschluss­finanzierung ein Riester-Darlehen aufnehmen. Auch der alters­gerechte Umbau einer Immobilie wird jetzt gefördert. Finanztest informiert ausführ­lich über den neuen Wohn-Riester.

Zuschüsse für Ökoheizung

Haus­eigentümer, die ihre Heizung auf erneuer­barer Energien umstellen, können dafür Zuschüsse beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) beantragen. Gefördert werden Solarkollektoren, Biomasseanlagen (zum Beispiel Pelletkessel) und Wärmepumpen. Außerdem zahlt die Behörde einen Zuschuss für eine Vor-Ort-Energieberatung durch einen Sach­verständigen.