Keime: Ehec und Salmonellen

Schät­zungs­weise jeder 40. Bundes­bürger erkrankt einmal im Jahr, weil er Lebens­mittel mit kritischen Keimen verzehrt hat. Dabei können sich Verbraucher oft mit einfachen Mitteln wirk­sam davor schützen. Das Special Keime in der Küche gibt Tipps, was gegen Campyl­obacter, Salmonellen, Listerien, Clostridien und Ehec hilft. Auch in den Tests der Stiftung Warentest sind Keime meist ein Unter­suchungs­gegen­stand. So fanden die Tester Keime in stillen Mineralwässern, die Menschen mit schwachem Immun­system gefähr­lich werden können. Auf Krank­heits­keime wie Listerien stoßen die Tester selten, etwa 2008 in Rahmspinat. Appetit­verderbende Verderb­niskeime dagegen kommen öfter vor. So fiel mancher Räucherlachs und einzelne tiefgefrorene Lachsfilets negativ auf, weil die Tester zu viel davon fanden. Mehr

Antibiotika-resistente Keime machen Sorgen

Große Sorgen bereiten antibiotika-resistente Keime auf rohem Fleisch. Sie könnten Menschen sehr krank machen und Antibiotika können dann nichts mehr ausrichten. Solche Keime entwickeln sich etwa, wenn Mastvieh zu oft nied­rigdosierte Antibiotika erhält oder Menschen zu viel davon verschrieben bekommen. Die Tester fanden Ende 2013 in 12 von 20 Hähnchenschenkeln resistente Keime. Weitere Infos über die Folgen von massenhaft einge­setzten Antibiotika stehen im Special Warum zu viel krankmacht.

Noro-Viren nutzen Lebens­mittel als Fähre

Anders als Keime gelten Viren nicht als Lebewesen. Trotzdem können Viren über unsaubere Hände auf Lebens­mittel gelangen und sich über sie neue Wirte erschließen. Diesen Fährweg nehmen oft Noro- und Rotaviren, die beim Menschen Brech­durch­fall auslösen. Hitze mach Viren unschädlich, Wasser spült sie weg.

Zur Ehrenrettung von Bakterien und Pilzen

Nicht alle Keime sind bedrohlich, viele sogar nützlich: Sie lassen beispiels­weise Sauerteig aufgehen, Milch zu Käse gerinnen, Salami reifen, Bier gären. Ohne Keime gäbe es ein Viertel der verarbeiteten Lebens­mittel gar nicht.