Daten­schutz

Daten bringen den Kreis­lauf der Internet­wirt­schaft in Schwung: Sie ermöglichen zahllose Websites und Apps, die ihre Leistungen gratis anbieten, da sie sich über Werbeein­blendungen finanzieren. Am besten funk­tioniert Werbung, wenn sie auf die Interessen des jeweiligen Nutzers zuge­schnitten ist. Dazu beob­achten und verfolgen Firmen ihre User – oft unbe­merkt. „Über­wachungs­kapitalismus“ nennt die Harvard-Professorin Shoshana Zuboff das. Mit dem Geschäfts­modell „Daten sammeln“ sind Unternehmen wie Google oder Facebook zu globalen Giganten geworden – ihr Markt­wert bewegt sich im drei­stel­ligen Milliarden­bereich. Mehr

So schützen Sie Ihre Privatsphäre

Ganz ist der Über­wachung nicht zu entkommen, schließ­lich beginnt sie schon außer­halb des Internets: etwa bei Über­wachungs­kameras samt Gesichts­erkennung, Kundenkarten im Handel oder gesetzlichen Vorhaben wie der Vorrats­daten­speicherung. Daten­schutz­bewusste Menschen sind der Über­wachung aber nicht hilf­los ausgeliefert. Wie sich die eigene Privatsphäre schützen lässt, erklärt die Stiftung Warentest regel­mäßig in Tests, Specials und praktischen Anleitungen.

Smartphones als wichtigste Daten­quelle

Das Smartphone ist für viele Menschen das wichtigste Gerät über­haupt: Kommunizieren, Recherchieren, Medien­konsum, Einkaufen, Banking, Dating, Navigation – all das und vieles mehr läuft übers Handy. Diese Aktivitäten hinterlassen Daten­spuren, schon ein Tag am Handy verrät daher viel über einen Menschen. Die Stiftung Warentest prüft in vielen Tests das Daten­sende­verhalten (Wohin fließen die Nutzer­daten?) und die Daten­schutz­erklärungen (Was machen die Firmen mit diesen Daten?). Außerdem klären die Daten­schutz-Experten der Stiftung auf, wie Nutzer mit Tracking-Blockern, Cookie-Einstellungen, Browser-Funktionen, App-Berechtigungen oder alternativen Suchmaschinen gegen Tracking vorgehen können. Und sie decken auf, wie Google, Facebook und andere Unternehmen Internetnutzer ausspionieren.

Selbst Puppen sammeln Daten

Smartphones und Computer sind längst nicht mehr die einzigen Geräte, die mit dem Internet verbunden sind und Nutzer­daten an Firmen senden. Auch smarte Lautsprecher, Fernseher, Autos und sogar Puppen und Teddys sind oft neugierig. Das Internet der Dinge sowie Künstliche Intelligenz erweitern die Fähig­keiten vieler Geräte, machen sie aber zugleich zu Spionen in den eigenen vier Wänden. Die Stiftung Warentest achtet deshalb auch in Tests von Smart-Home-Geräten wie vernetzten Türschlössern, Babyphones oder Sicherheitssystemen auf den Daten­schutz. In Zukunft dürfte sich das Thema Daten­schutz noch auf weitere Bereiche ausweiten: So sprechen Experten etwa schon vom „Internet der Körper“, da auch viele Fitnessarmbänder, Herz­schritt­macher, Insulinpumpen oder Implantate vernetzt sind und so die Grenzen zwischen Körper und Technik verschwimmen lassen.

Verbraucher haben Rechte

Daten­schutz­bewusste Nutzer können nicht nur mit tech­nischem Know-how gegen exzessive Daten­sammelei vorgehen, sie haben auch das Recht auf ihrer Seite. Gerade die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) räumt Verbrauchern viele Rechte ein – unter anderem das Recht auf Daten­löschung und -auskunft. Die Daten­schutz-Experten der Stiftung Warentest zeigen, was die Daten­schutz­grund­ver­ordnung bringt und wie gut die Datenauskunft bisher klappt. Finden die Prüfer in Tests Mängel in der Daten­schutz­erklärung eines Anbieters, wirkt sich das oft spür­bar auf das Qualitäts­urteil aus.

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