Betriebs­kosten

Um nichts streiten Mieter und Vermieter mehr als um die Betriebs­kosten einer Wohnung. Wenn die Heiz­kosten steigen, die Kommune mehr Geld für die Müll­abfuhr oder die Grund­steuer verlangt oder ein Fahr­stuhl im Haus für viel Geld gewartet wird, werden die monatliche Voraus­zahlungen auf die sogenannten Neben­kosten einer Miet­wohnung schnell zur zweiten Miete. Die Rechts­lage rund um die Betriebs­kosten ist kompliziert. Entsprechend oft kommt es zu Fehlern bei der Erstellung der jähr­lichen Abrechnung. test.de sagt, worauf Mieter achten müssen, wenn sie die Betriebs­kosten­abrechnung über­prüfen und erläutert die wichtigsten Posten der Abrechnung. Welche Posten Vermieter über­haupt abrechnen dürfen, ergibt sich aus Paragraf 2 der Betriebskostenverordnung. Mehr

Tipps für private Vermieter

Betriebs­kosten­abrechnungen von Vermietern einer Eigentums­wohnung sind sehr fehler­trächtig. Denn vermietende Eigentümer dürfen ihren Anteil an den Ausgaben oft nicht voll auf den Mieter umlegen. Wenn sie an den Mieter die Verwalter­abrechnung als Betriebs­kosten­abrechnung weiterleiten, rechnen sie außerdem oft mit dem falschen Umla­geschlüssel ab. Viele Probleme können Vermieter durch den Abschluss eines klugen Mietvertrages vermeiden.

Wohn­fläche nach­messen und Betriebs­kosten sparen

Manchmal spart schon das simple Nach­messen der Wohnung Betriebs­kosten. Denn viele Betriebs­kosten werden nach der Wohn­fläche auf die Mieter einer Wohn­anlage verteilt. Stellt sich die Wohnung nach Einzug kleiner als angegeben heraus, hat der Mieter möglicher­weise auch weniger Betriebs­kosten zu bezahlen. Allerdings hat der Bundes­gerichts­hof eine für viele Mieter nach­teilige Regel einge­führt. Danach ist bei Flächen­abweichungen statt der im Miet­vertrag angegebenen Wohnungs­größe nur dann die wirk­liche Wohn­fläche zu berück­sichtigen, wenn die Abweichung mehr als 10 Prozent beträgt.

Vermieter müssen die Wohnungen wirt­schaftlich betreiben

Für viel Ärger zwischen Vermieter und Mieter führen auch die Ausgaben für Personal der Wohn­anlage wie etwa die Reinigungs­kräfte, den Hausmeister oder den Gärtner für die Grünflächen rund ums Haus. Vermieter müssen zwar nicht die billigsten Arbeits­kräfte engagieren, aber sie haben dennoch das Gebot der Wirtschaftlichkeit zu beachten. Stellen Mieter zum Beispiel fest, dass der Vermieter Personal zu absurd hohen Preisen beschäftigt, können sie dagegen vorgehen. Um heraus­zubekommen, welche Verträge zu welchem Preis der Vermieter abge­schlossen hat, können Mieter Einsicht in die Unterlagen verlangen.

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