App

Als App wird im gängigen Sprach­gebrauch Anwendungs­software für mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets bezeichnet. Mitt­lerweile gibt es Millionen solcher Programme, die sich ohne großen Aufwand aus dem integrierten App-Store auf Smartphone und Co. herunter­laden lassen. Sprach­führer, Wetter­dienst, Ballerspiel – kaum ein Programm, das sich nicht in den virtuellen Kauf­läden besorgen ließe. Mehr

Markt­führer sind Google und Apple

Welchen App-Store ein Handy­besitzer nutzen kann, hängt vom Betriebs­system seines Smartphones ab. Die am meisten verbreiteten Betriebs­systeme bei Smartphones sind iOS von Apple und Android von Google, dementsprechend bieten Apple mit seinem App Store und Google mit seinem Play Store – ehemals Android Market – die größte Auswahl an Apps in ihren Shops an, jeweils etwa eine Milliarde verschiedene Apps, Test App-Stores (test 8/2011). Die App-Stores Wind­ows Phone von Microsoft und Black­berry World von Black­berry haben eine wesentlich geringere Markt­bedeutung. Mitt­lerweile gibt es auch zahlreiche unabhängige Anbieter auf dem Markt, die Apps für unterschiedliche Betriebs­systeme anbieten, zum Beispiel Androidpit, Opera Mobile Store oder Slide Me. Service, Nutzungs- und Geschäfts­bedingungen lassen auch bei einigen großen App-Stores zu wünschen übrig.

Viele Apps sind kostenlos

Apps sind bei Smartphone- und Tablet-Besitzern wahr­scheinlich auch deshalb so en vogue, weil viele davon gratis sind oder nur ein paar Cent kosten. Bei Jugend­lichen besonders beliebt sind – neben Spielen wie Angry Birds – vor allem sogenannte Messenger-Apps wie beispiels­weise WhatsApp, Threema und Telegram, WhatsApp und Alternativen: Datenschutz im Test. Damit lassen sich Kurz­nach­richten, Fotos und Videos schnell, einfach und günstig tauschen sowie auch Gruppen­chats organisieren. Vorsicht vor Kostenfallen: Hinter vielen vermeintlich kostenlosen Apps verbergen sich teure In-App-Käufe, beispiels­weise bei manchen Spiele-Apps, die vor allem bei Kindern und Jugend­lichen sehr beliebt sind.

Kosten­pflichtige Apps sind ihr Geld nicht immer wert

Die Zahl kosten­pflichtiger Apps steigt. Auch wenn der Nutzer für eine App bezahlt, ist das noch lange keine Garantie für ihre Funk­tionalität. Bei einem Test von Büro-Apps der Stiftung Warentest beispiels­weise (test 5/2014) schnitt keines der geprüften Programme gut ab: Dazu waren die Programme nicht anwenderfreundlich und ausgereift genug. Schwierig­keiten zeigten sich auch bei der Kompatibilität mit dem heimischen PC: Texte, Tabellen und Präsentationen, die unterwegs auf dem Tablet mittels Büro-Apps erstellt wurden, ließen sich nicht oder nur teil­weise auf dem heimischen Rechner weiterbearbeiten.

Experten warnen vor Daten­miss­brauch

Daten­schützer warnen seit längerem davor, dass App-Shops beziehungs­weise die App-Entwickler über zahlreiche Apps Zugriff auf die Daten des Smartphones wie beispiels­weise das persönliche Adress­buch oder Fotos erhalten, ohne dass die Nutzer das merken. Darum ist bei der Installation von Apps grund­sätzlich Vorsicht geboten. Nutzer sollten Apps nicht vorschnell herunter­laden und sich vorher über das Angebot und den Anbieter ausführ­lich informieren. Eine App sollte nur die Rechte verlangen dürfen, die sie für ihr Funk­tionieren nach­voll­zieh­bar benötigt, WhatsApp und Alternativen: Datenschutz im Test. Die Messenger-App WhatsApp, von der Stiftung Warentest in puncto Daten­schutz als „sehr kritisch“ beur­teilt, wird welt­weit von mehr als 500 Millionen Verbrauchern genutzt. Gründe für die kritische Bewertung: WhatsApp setzt keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein, zudem über­trägt sie Adress­buch­einträge ohne Zustimmung des Nutzers.

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