test warnt Meldung

Wer fragt, wird abkassiert – nach diesem Motto fühlen sich Internetsurfer geprellt, die im T-Punkt-Laden der Telekom nach einem dsl-Anschluss gefragt haben. „Geht leider nicht, bei Ihnen liegt Glasfaserkabel, dsl läuft nur über Kupfer“, lautet oft die Antwort. Dennoch erhalten Kunden später eine Auftragsbestätigung. Obwohl sie nichts unterschrieben haben und dsl nicht geschaltet ist, wird Geld abgebucht.

„Wir hatten sechs Monate Schriftwechsel mit der Telekom“, berichtet Rechtsanwalt Gerd-Uwe Stüwert aus Salzgitter: „Dann endlich bekamen wir Geld zurück.“ Da kann er noch von Glück reden: test-Leser berichten, sich mehrfach persönlich im T-Punkt beschwert zu haben. Dort wurden sie an eine gebührenpflichtige 0190-Hotline verwiesen. Anwalt Stüwert, dem weitere Fälle vorliegen, hat nun Klage eingereicht.

Auch andere dsl-Anbieter arbeiten nach dieser Methode. Da werden Verbraucher sogar zu Hause telefonisch mit Werbung belästigt. Vorsicht: Wer seine Kontoverbindung nennt, muss damit rechnen, dass Geld abgebucht wird. Wer es über seine Bank zurückbucht, wird mit Mahnungen drangsaliert.

Tipp: Wer nichts unterschrieben hat, braucht auch nichts zu bezahlen. Werbeanrufe zu Hause sind verboten. Nennen Sie auf keinen Fall Ihre Bankverbindung. Gibt die Gegenseite keine Ruhe, bleibt nur der Weg zur Verbraucherzentrale oder direkt zum Anwalt.

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