test warnt Meldung

Ins Bockshorn jagen – das ist es, was die Deutsche Zentral Inkasso mit Internetsurfern macht. Zunächst noch harmlos: „Zahlen Sie sofort“, stand in einem Brief an test-Leser Reda El Shal. Angeblich hatte er bei www.my-downloads.de ein Abonnement abgeschlossen – eine typische Abofalle. 159,50 Euro, sonst drohten Klage und Verurteilung. Beigefügt war ein Urteil des Amtsgerichts Langen, das tatsächlich bei einer anderen Abofalle, Premium Content, von einem wirksamen Vertrag ausging. Doch dieses Urteil ist eine absolute Ausnahme und nicht nachvollziehbar. Es gibt Dutzende gegenteilige Urteile höherer Instanzen, besser begründet und juristisch präziser.

Reda El Shal folgte unserem Rat: Er zahlte nicht. Doch dann erhielt er den „Entwurf einer Klageschrift“. Alles fix und fertig, als werde jeden Moment Klage eingereicht. Aber auch das ist nur eine leere Drohung. In den Verbraucherzentralen melden sich täglich Betroffene, die ähnliche Post erhielten. Fakt ist: Wer unwissentlich in eine Abofalle tappt, braucht nicht zu zahlen. Denn laut Preisangabenverordnung muss es einen klaren, unübersehbaren Hinweis auf die Kosten geben.

Tipp: Wer sichergehen will, kann der Rechnung per Einschreiben widersprechen. Es reicht, das nur einmal zu tun. Musterbriefe finden Sie zum Beispiel unter www.vzhh.de.

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