test warnt Meldung

„Ich bin gerade nicht zuhause, kann Ihnen aber die Schlüssel schicken.“ Wer sich auf eine Wohnungsanzeige meldet und diese Antwort bekommt, hat es mit Gaunern zu tun. Sie annoncieren supergünstige Objekte, doch o je: Sobald sich ein Interessent meldet, ist der Vermieter gerade für ein paar Wochen beruflich in London, Rom, Paris. Den Schlüssel für eine Besichtigung schickt er gern per Post – aber nur gegen Kaution, schließlich kennt man sich nicht und ein wenig Sicherheit muss ja sein: 450 Euro, mal 600 oder gar 1 000 Euro. Und klar: Das Geld wird mit der Miete verrechnet, kein Problem.

Wer sich darauf einlässt, wartet vergeblich auf die Schlüssel. Und das Geld ist weg. Den Trick gibt es noch in einer anderen Variante: Der Vermieter ist bereit, nach Deutschland zu reisen. Doch auch dafür braucht er eine Kaution — kann ja sein, dass der Interessent am Ende abspringt.

Ähnlich dreist ist die Masche, bei der es heißt, die Wohnung sei soeben vergeben worden. Man habe aber im Internet eine Liste mit tollen Angeboten, echte Geheimtipps. Wer die Seite abrufen will, muss 200 Euro hinlegen. Die Liste entpuppt sich dann als Kopie diverser Maklerangebote oder von Zeitungsinseraten.

Tipp: Nie in Vorkasse gehen. Makler dürfen nur Provision nehmen, wenn ihre Vermittlung erfolgreich war.

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