test warnt Meldung

„Wichtige Tarifinformation zu Ihrem Festnetzanschluss“ – über solche Postkarten der TSD Telecom Service Deutschland beschweren sich Verbraucher bundesweit. Viele denken, es sei Post von der Deutschen Telekom, zumal neben ihrer Adresse auch ihre Telefonnummer steht. Wer anruft, wird aber nur in ein Werbegespräch verwickelt und zum Wechsel des Telefonanbieters aufgefordert. Damit umgeht die Firma das Verbot von Werbeanrufen bei Privatleuten.

Hinzu kommt, dass TSD in einigen Fällen verspricht: „Bestehende Telefonverträge löschen wir.“ Doch viele Kunden haben bei ihrem alten Anbieter Verträge mit festen Laufzeiten. Der Hofheimer Rechtsanwalt Matthias Rieß hat Mandanten, die nun zwei Telefonverträge bezahlen sollen. Inzwischen hat die Verbraucherzentrale Hamburg die Firma wegen unter­geschobener Telefonverträge abgemahnt. Uns gegenüber wollte die TSD sich telefonisch nicht äußern.

Schon 2006 fiel TSD auf, berichtet Alexandra Kunze von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Da verschickte TSD Verträge per Post­Ident. Im Glauben, nur die Zustellung zu bestätigen, leisteten die Empfänger zwei Unterschriften. Sie hatten dann aber einen Vertrag abgeschlossen.

Tipp: Wer hereingefallen ist, kann einen Vertrag nach Fernabsatzrecht zwei Wochen lang widerrufen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 350 Nutzer finden das hilfreich.