„Verdienen Sie Geld mit Ihrem Pkw!“ Nur ein paar kleine Werbeaufkleber an die Tür pappen, schon gibts 200 Euro monatlich. Ständig locken Kleinanzeigen mit solchen Versprechungen. Doch uns ist kein Fall bekannt, wo es tatsächlich Geld gab – dafür jede Menge Beschwerden von Verbrauchern. Die Abzockerei läuft meist über zwei Maschen:

1. Simpel ist die mit einer 0190-Telefonnummer. Wer dort anruft, wird für 1,86 Euro pro Minute mit langatmigem Geschwafel hingehalten. Angeboten werden „Infos“ ohne jeden Wert.

2. Subtiler ist der Datenbank-Trick. Die Abzocker geben sich als Firma aus, die Tausende Autofahrer an Tausende Werbeunternehmen vermitteln. Sie bieten an, den Neukunden in ihre Datenbank aufzunehmen – meist gegen 20 bis 50 Euro. Da wird eine Aufnahmegebühr fällig, eine Bearbeitungsgebühr, eine jährliche Abonnementgebühr und und und. Umfassende Daten zum Auto werden abgefragt, wie viel man fährt und wohin. Angeblich wird so ein Profil erstellt, das mit den Wünschen der Werbekunden übereinstimmt. „Aber zu einer Vermittlung kommt es nie“, weiß Ulrich May, Leiter Verbraucherschutz beim ADAC.

Schon die versprochenen Geldsummen müssen nachdenklich machen: Für 200 Euro monatlich kann sich eine werbewillige Firma auch selber einen Kleinwagen kaufen und entsprechend zukleben.

Dieser Artikel ist hilfreich. 377 Nutzer finden das hilfreich.