Betrug. Zu Hause treffen Pakete mit nicht bestellter Ware ein.

Betrügerische Firmen verschi­cken Pakete an Empfänger, die nichts bestellt haben. Darin befinden sich etwa Cremes, Lippen­stifte, Parfüm, Unter­wäsche oder billige Elektro­artikel. Beigelegt ist eine Rechnung, oft über 40 oder 50 Euro, teils ist die Summe aber auch deutlich höher. Über­weisen sollen die über­raschten Empfänger inner­halb von 14 Tagen. Wer nicht recht­zeitig zahlt – so droht der Absender – muss mit einem Mahn­verfahren, Inkasso, Gerichts­voll­zieher und der Pfändung des Kontos rechnen.

Wer nichts bestellt hat, braucht nichts zu tun

Bei so viel Druck werden manche Empfänger unsicher: Hat vielleicht ein Familien­mitglied etwas bestellt oder man selbst im Internet versehentlich falsch geklickt? Die Absender lassen sich meist nicht kontaktieren, sie sitzen oft im Ausland und wechseln häufig den Namen.

Tipp: Wer sicher ist, nichts bestellt zu haben, kann sich beruhigt zurück­lehnen. Unbe­stellte Ware muss man nicht zurück­senden. Empfänger dürfen sie behalten, wegwerfen oder selber nutzen und verbrauchen. Nur wenn es sich um einen offensicht­lichen Irrtum handelt, beispiels­weise einen Zahlendreher in der Haus­nummer, sollte man dem Absender Bescheid geben und das Paket zur Abholung bereithalten.

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