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Bahnti­ckets zu Billigpreisen – im Internet ist das kein Problem. Spezielle Portale bieten Schnäpp­chen zum halben Preis oder noch güns­tiger an. Teils annoncieren sie auch auf den Seiten von Mitfahr­zentralen: nur kurz den Reisetag angeben, das Ziel und die persönlichen Daten, dann das Geld über­weisen. Tatsäch­lich bekommt der Kunde kurz darauf ein echtes Ticket per E-Mail. Dennoch steckt Betrug dahinter.

Gauner operieren mit echten Kreditkarten­daten

Die Gauner kaufen illegal im Internet die Daten echter Kreditkarten. Tippt ein Kunde in ihrem Internetportal sein Reiseziel ein, ordern sie die Fahr­karte bei der Bahn zum üblichen Preis – und geben die gestohlenen Daten an. Der Karten­inhaber, dessen Daten sie benutzten, merkt erst Tage später, dass die Bahn Geld bei ihm abge­bucht hat. Die Gauner haben ihren Gewinn dann schon einge­sackt und tauchen ab.

Angeblich für einen guten Zweck

Die Polizei hat vielen das Hand­werk bereits gelegt. Aber es geht weiter. Die Seite Bahnheld.com behauptete gar, für einen guten Zweck zu arbeiten: Man verkaufe über­zählige Tickets – gespendet von Firmen, die sie nicht brauchen. Der Erlös gehe an wohl­tätige Vereine. Nun ermittelt der Staats­anwalt. Das Portal ist vom Netz.

Tipp: Güns­tiger als die Bahn selbst sind manchmal ihre Vertriebs­partner. Über preis­werte Fahr­scheine informiert bahn.de.

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