Mit einer dreisten Masche werden bundesweit Verbraucher abgezockt. Es geht darum, hohe Kosten für Inkasso und Rechtsanwaltsgebühren einzutreiben. Am Anfang steht der übliche Trick: „Für Sie liegt ein Gewinn bereit“, heißt es in einem bunten Brief, der gleichzeitig für die Bestellung von Waren wirbt. Die kommen dann auch prompt, die Gewinne aber nie. Dafür meldet sich die UGV Inkasso: Sie verlangt den Rechnungsbetrag plus Nebenkosten. Zahlt das Opfer nicht, wird mit Prozessen und Vollstreckungen gedroht. Statt der UGV tritt auch die Rechtsanwaltskanzlei Wehnert & Kollegen mit Drohungen auf.

Auftraggeber der UGV ist die Firma FKH aus Heuchelheim. „Deren Gesellschafter Werner Jentzer und Heinz Volandt sind seit Jahren bekannt als Aufkäufer von Geldforderungen von Gewinnspielfirmen“, berichtet Matthias Wins von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. Nach Erkenntnissen der VZ arbeiten sie mit vielen Firmen zusammen, die einen üblen Ruf unter Verbraucherschützern haben wie etwa Alpen Versand, Baronesse Service, Bella d‘Or, Charmant Versand, Classee, Crisma, Eurox, Lindas Central Versand, SAVPC oder Saphir. „Volandt zockt auch als Kreditvermittler Kunden auf ähnliche Weise ab“, weiß Jurist Wins.

Tipp: Solche Gewinnmitteilungen sollten Sie in den Papierkorb werfen. Wer sich von UGV oder der Kanzlei Wehnert bedroht fühlt, sollte sich an die Verbraucherzentrale wenden, die gegebenenfalls rät, Strafanzeige zu erstatten. „Aus mehreren Hundert Fällen ist uns keiner bekannt, wo es den Herren gelungen wäre, von Verbrauchern Geld zu bekommen, die wir beraten“, erklärt Wins.

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