Unkraut in den Fugen lässt sich meist günstig beseitigen.

Endlich sauberes Pflaster, die Terrasse wie neu, kein Unkraut mehr in den Fugen – und alles zum Sonderpreis. Damit werben kleine Firmen, einige per Inserat im lokalen Anzeigenblatt, andere ziehen als Drei- oder Vier-Mann-Trupp von Tür zu Tür. Sie legen sofort los, stellen aber nach wenigen Stunden horrende Rechnungen.

Sechzig Euro pro Quadrat­meter? Das ist Wucher!

Ein Kunde im Vogt­land sollte 7 800 Euro für 130 Quadrat­meter zahlen, ein anderer 1 000 Euro für 20 Quadrat­meter. Seriöse Firmen liegen meist weit unter 10 Euro pro Quadrat­meter, bei kleinen Flächen und viel Aufwand auch mal darüber. In Pforzheim versuchte eine Firma, Kunden mit der absurden Angst zu ködern, im Pflaster lauerten Coronaviren.

Reklamation zweck­los

Die Qualität der Arbeit ist lausig, berichten Betroffene: Die Fugen nicht tief genug ausgekratzt, nicht wieder verfüllt – Unkraut und Moos sind nach wenigen Wochen zurück. Reklamationen erweisen sich als zweck­los: Firmen­adressen auf der Rechnung sind frei erfunden – und die reisenden Trupps längst in andere Bundes­länder verschwunden.

Tipp: Lassen Sie sich nicht auf unbe­kannte Hand­werk­ertrupps ein. Fragen Sie bei der Handwerks­kammer oder der Innung nach dem üblichen Preis­niveau. Holen Sie mehrere Kosten­angebote ein.

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