test warnt Meldung

Ein Malheur ist schnell passiert, deshalb haben Versicherungsvertreter immer gute Argumente. Doch leider: Oft sind sie selber das Malheur. Allzu ahnungslos, oft im Nebenjob, gehen sie bei Freunden und Verwandten auf Kundenfang. „Versicherungsfachmann“ nennen sie sich. Doch anders als der „Versicherungskaufmann“, der eine zweijährige Ausbildung machen muss, gibt es für den „Fachmann“ keine gesetzlichen Regeln. Jeder kann sich so nennen, Gewerbeschein reicht. Selbst mancher altgediente Vertreter zeigt Wissenslücken, die für Kunden brandgefährlich sind:

  • Sie bekommen die falschen Verträge, etwa eine Unfall- statt der meist sinnvolleren Berufsunfähigkeitspolice. Oder Kapitallebensversicherungen, die dem Verkäufer hohe Provisionen bringen.
  • Sie zahlen zu viel. Vermittler bieten meist nur Produkte einer Gesellschaft an. Ein Preisvergleich ist unmöglich.
  • Rät der Vermittler bei Lebens- und Krankenversicherungen zu Kündigung und Neuabschluss einer angeblich billigeren Police, bringt ihm das Provision, den Kunden kostet es meist viel Geld.
  • Im Schadensfall gehen Kunden leer aus, wenn der Vermittler falsche Zusagen macht wie „Vorschäden müssen wir im Versicherungsantrag nicht nennen“. Wer das nicht beweisen kann, erhält später eventuell nichts. Sprechen Sie daher mit Vertretern nur unter Zeugen. Oder lassen Sie sich ein Gesprächsprotokoll unterschreiben.
  • Kriminelle lassen sich gar die Verträge geben, um sie zu prüfen, kündigen sie dann und verschwinden mit dem Geld.

„Misstrauen ist angebracht bei Vermittlern mit abgekürztem Vornamen“, warnt Rechtsanwalt Dr. Hubert van Bühren vom Anwaltverein: „Das ist oft der Vorname ihrer Frau, weil sie unter eigenem Namen nicht mehr tätig sein dürfen.“

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