test warnt Meldung

Die Lebensversicherung verkaufen, das ist für viele Verbraucher in Geldnot der rettende Ausweg. Seit Jahren gibt es seriöse Firmen, die mehr zahlen als den Rückkaufswert, den die Versicherung geben würde. Sie bündeln die Policen zu Paketen und verkaufen sie am Kapitalmarkt weiter. Doch da herrscht jetzt Flaute, Gebrauchtpolicen sind nicht mehr gefragt. Daher kaufen die Firmen kaum noch Verträge von Privatkunden.

In diese Lücke springen nun neue Aufkäufer — vor allem dubiose. Sie locken mit dem doppelten oder dreifachen Rückkaufswert. „Das ist unrealistisch“, warnt Lars Gatschke vom Verbraucherzentrale Bundesverband: „Es ist völlig unklar, wie sie solche Renditen schaffen wollen“. Stutzig macht, dass sie das Geld nicht sofort, sondern in Raten über die nächsten Jahre zahlen wollen. Was, wenn sie bis dahin pleite sind? Viele arbeiten als GmbH, oft mit mageren 25 000 Euro Stammkapital. Manche besonders dreiste Betrüger lassen sich die Police abtreten, gehen damit zur Versicherung, kassieren das Geld und tauchen ab, ohne dem Kunden je etwas auszuzahlen.

Tipp: Seriöse Aufkäufer bieten lange nicht so viel, und sie nehmen nicht jeden Vertrag. Außerdem bleibt bei ihnen der Todesfallschutz bestehen. Wer keinen seriösen Käufer findet, sollte besser den Rückkaufswert nehmen, den der Versicherer bietet.

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