test warnt Meldung

Egal ob Virenschutz- oder OpenOffice: Gratisprogramme gibt es im Internet jede Menge – und einige sind richtig gut. Dennoch ärgern sich viele Computernutzer. Sie hatten bei Google Gratis-Software gesucht und waren bei „opendownload.de“ oder „software stream“ gelandet, wo eigentlich schon der Name signalisiert, es sei alles umsonst. Doch wer sich eilig durch die Seiten klickt, um an das gewünschte Programm zu kommen, landet auf einer Anmeldeseite. „Nur schnell die Adresse eingeben“, denkt der Nutzer – und übersieht zwischen den vielen Texten drum herum den Hinweis: „Ihnen entstehen Kosten von 96 Euro pro Jahr.“

Das ist frech. Hier wird für Software kassiert, die eigentlich gratis ist. Und das von Trittbrettfahrern, die die Programme gar nicht geschrieben haben. Viele Nutzer fühlen sich betrogen und vermuten pure Absicht hinter der Gestaltung der Internetseiten. „Wirklich dreist ist, dass jeder mit der Anmeldung auf sein gesetzliches Widerrufsrecht verzichten soll“, meint Beate Scharf von der Verbraucherzentrale Sachsen. Deshalb hat der Verbraucherzentrale Bundesverband „opendownload“ abgemahnt.

Tipp: Zahlen Sie nicht. Viele Gerichte haben bei ähnlichen Seiten geurteilt, dass kein wirksamer Vertrag zustande gekommen ist (Beispiele: OLG Frankfurt, Az. 6 U 187/07 und 6 U 186/07, LG Hanau, Az. 9 O 870/07).

Dieser Artikel ist hilfreich. 61 Nutzer finden das hilfreich.