test warnt Meldung

Mit einem Treuepräsent für gute Kunden der Videothek gratulierte „Video Aktuell“: drei Monate die „Hörzu“ umsonst. Wer da misstrauisch wurde, lag goldrichtig. Denn selbst Beschenkte, die gar nicht darauf reagierten, fanden später die Zeitschrift im Briefkasten. Und „Video Aktuell“ drohte, dass daraus automatisch ein kostenpflichtiges Abo werde – obwohl im Gratulationsbrief deutlich stand: „Lehnen Sie sich entspannt zurück, Sie brauchen nichts zu unternehmen.“ Was nun?

Juristisch handelt es sich um die Zusendung unbestellter Ware. Und damit kann der Empfänger machen, was er will: lesen, verschenken, benutzen, verbrauchen, wegwerfen. Solange nicht offensichtlich ein Irrtum vorliegt, etwa eine Adressverwechslung mit dem Nachbarn, besteht keine Pflicht, die Sachen aufzubewahren. Man muss nicht einmal dem Absender Bescheid geben.

Die Adressaten können sich also wirklich entspannt zurücklehnen, auch wenn das „kostenpflichtige“Abo beginnt. Wer nichts bestellt hat, geht auch durch Schweigen keinen Vertrag ein und muss nichts bezahlen. „Wer trotzdem Sorge hat, später Rechnungen und Inkassodrohungen zu bekommen, kann vorsorglich widersprechen“, meint Juristin Kathrin Körber von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Das sollte dann per Einschreiben geschehen.

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