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16 000 Euro für einen Teppich – mit so einem „Schnäppchen“ kam jetzt eine 80-jährige Rentnerin nachhause. Sie hatte eine fast kostenlose Aktionsreise in die Türkei mitgemacht.

Solche Fälle häufen sich. Meist sind es Reisegewinne, Gratistrips, Kultur- oder Leserreisen, vor allem an die türkische Ägäis, nach Denizli oder Antalya. Fest dazu gehört ein Zweitagesausflug nach Pamukkale – vor allem aber in Teppichknüpfereien. Die Touren sind perfekt organisierte Verkaufsfahrten. Billig ist der Urlaub nur, weil die komplette Reise von Teppichläden, Leder- und Schmuckfabriken gesponsert wird. Wer lieber im Hotel bleiben und nicht am Ausflug teilnehmen möchte, zahlt saftige Aufpreise. Natürlich sind die Teppiche oft maßlos überteuert, billige Dutzendware, teils nicht einmal echt: aus Wolle statt aus Seide, viel weniger Knoten als angepriesen, statt aus der besichtigten „Manufaktur“ aus China importierte Kopien.

Tipp: Oft kann der Vertrag nach deutschem Recht widerrufen werden. Auch nach türkischem Recht kann Wucher vorliegen. Wer diesen Weg geht, muss zwar nicht mehr zahlen, sieht aber meist die Anzahlung nicht wieder. So hatte die arme Rentnerin vor Ort 1 100 Euro bar gezahlt, weitere 3 000 Euro wurden von ihrem Konto abgebucht. Ein Schnäppchen sind solche Trips eben nur, wenn Sie nichts kaufen.

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