test warnt Meldung

Mancher Handwerker verspricht viel: Hilfe sofort, Anfahrt gratis, günstiger Stundenlohn, heißt es auf den kleinen, bunten Zettelchen, die jedermann im Briefkasten findet. Doch wenn Fernseher, Waschmaschine oder Videorekorder streiken, wird der Kunde häufig schamlos überrumpelt. Oft läuft der „Service“ nach dieser Masche: Die Firma kommt prompt, stellt dann aber einen Schaden fest, der angeblich gar nicht oder allenfalls in der Werkstatt repariert werden kann. Netterweise stellt der Monteur gleich ein Ersatzgerät, und bei so viel Freundlichkeit vertrauen ihm die Kunden: Sie geben ihm ihre alte Kiste zum Verschrotten mit. Im Gegenzug schwatzt er ihnen ein Neugerät auf – doch leider meist viel zu teuer.

„Da wurde ein Fernseher als Neuerscheinung für 2 700 Euro verkauft, der als Auslaufmodell im Handel für 500 Euro angeboten wurde“, berichtet Rechtsanwalt Oliver Rieck von der Verbraucherzentrale Berlin. In einem anderen Fall wurde das zum Verschrotten angenommene Altgerät aufpoliert und für mehrere Hundert Euro weiterverkauft. Zwar sind nicht alle Firmen, die so werben, unseriös. Doch ist Vorsicht geboten.

Tipp: Wer hereingelegt wurde, hat gute Aussichten, den Kauf rückgängig zu machen. Denn bei Haustürgeschäften gelten 14 Tage Widerrufsfrist. Wurde auf dieses Recht nicht hingewiesen, und das ist meist der Fall, gilt es unbefristet. „Selbst wenn das Widerrufsrecht im Kleingedruckten steht, genügt die Formulierung oft den gesetzlichen Anforderungen nicht“, hat Jurist Rieck beobachtet: „Auch dann gilt es unbefristet.“

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