test warnt Meldung

Im Strommarkt herr­schen raue Sitten. Nepp und Abzocke sind an der Tages­ordnung. Mancher­orts fahren Drückerkolonnen im Kleinbus vor und klingeln ganze Straßenzüge ab. Einige Verkäufer geben sich als Energieberater aus. Andere behaupten, die Stadt­werke seien verkauft, ein neuer Vertrag nötig: „Sonst sind Sie morgen ohne Strom.“ So gaben sich Werber von Energy2day als Kollegen der Energieversorgung Halle aus. Das verbot das Land­gericht Halle (Az. 8 O 101/10). Auf unsere Anfrage räumte die Firma Beschwerden ein, von denen „einzelne auch zutrafen“. Andere Anbieter über­rumpeln Leute per Telefon oder SMS: Nur kurz die Zählernummer nennen, schon haben sie einen neuen Strom­vertrag. „Einigen Opfern wird dabei gleich noch ein Zeitschriften­abo unterge­jubelt“, erzählt Roland Pause von der Verbraucherzentrale Sachsen. Ähnliches berichtet Detlef Schri­ckel, Strom­versorgung Zerbst.

Oft sind die Tarife gar nicht wirk­lich billig. Mal verschweigen die Drücker die Mehr­wert­steuer, mal Zählergebühren. Energy2day sagt, bei „Sorglos Strom“ koste eine Kilowatt­stunde immer einen Cent weniger als beim Grund­versorger. Doch andere Firmen können noch güns­tiger sein.

Tipp: Unter­schreiben Sie keinen Strom­vertrag an der Haustür. Vergleichen Sie in Ruhe Tarife, Lauf­zeiten und eventuelle Preis­erspar­nisse.

Dieser Artikel ist hilfreich. 75 Nutzer finden das hilfreich.