test warnt Meldung

180 Euro sparen – damit wirbt die Berliner „FlexStrom“. Doch die Sache hat einen Haken: Wer den Spartarif nutzen will, muss erst einmal den vollen Jahrespreis zahlen – und zwar im Voraus. Und das an eine Firma, die erst seit 2004 im Handelsregister steht und in einem Markt operiert, in dem schon einige Pleite gingen. Der Bund der Energieverbraucher warnt vor Billigst­anbietern wie FlexStrom.

Geht so eine Firma Pleite, ist der Kunde zwar nicht ohne Strom, denn sein regionaler Anbieter springt ein. Aber das vorausgezahlte Geld ist futsch. Der Kunde zahlt also doppelt.

Gegen FlexStrom-Chef Robert Mundt und seinen Bruder Thomas, Geschäftsfüh­rer der Billigtelefonfirma FlexFon, läuft eine Anklage wegen progressiver Kundenwerbung mit ihrer früheren Firma Innoflex – laut Anklage „ein Schneeballsystem“, so Staatsan­walt Michael Grunwald.

Weiterer Nachteil: Der Kunde muss seinen Verbrauch genau abschätzen. Er kauft ein Strompaket, zum Beispiel 5 600 Kilowattstunden. Wer mehr verbraucht, zahlt nach – zu einem deutlich höheren Preis. Minderverbrauch verfällt.

FlexStrom bietet auch Tarife mit monatlicher Abrechnung. Da ist der Preis aber wesentlich teurer.

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