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Für Kinder zu spenden, ist gar nicht so leicht. Da sammelte ein „Deutsches Kinderförderwerk“ aus Wetzlar 370 000 Euro. Doch an kranke Kinder ging nur ein kleiner Teil des Geldes: In den Jahren 2003 und 2004 blieben nur 4,3 und 5,9 Prozent für Hilfeleistungen, so das Oberverwaltungsgericht ­Koblenz. „Der größte Teil wanderte offenbar an eine Werbefirma und in die Taschen der Vereinsmitglieder“, meint Burkhard Wilke, Geschäftsführer des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen, das Spenden­organisationen prüft.

Die rheinland-pfälzische Aufsichtsbehörde ADD hat Sammlungsverbote gegen „Kleine Hoffnung – Hilfe für Kinder“ in Köln und den „Welt Kinder Fonds“ in Frankfurt am Main erlassen. Auch dem „World Children’s Fund Deutschland“ in Mainz wurde untersagt, im Namen des „Welt Kinder Fonds“ zu sammeln. Ein Großteil der Spenden geht laut ADD in Werbung und Verwaltung.

So wird dringend benötigtes Geld seinem eigentlichen Zweck entzogen. Bitter ist das für seriöse Helfer wie Kinderhilfswerk und Kinderschutzbund, denen die Arbeit erschwert wird. Wer sicher sein will, fragt nach dem DZI-Prüfsiegel. Am schnellsten geht das unter www.dzi.de.

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