test warnt Meldung

186 Euro für ein Reinhard-Mey-Konzert? Richard K. war es das wert. Das Konzert war ausverkauft, doch im Internet fand er noch Karten: in einer Börse, über die Fans ihre Tickets anbieten, wenn sie selbst verhindert sind. Zahlreiche Internet­seiten sind auf dieses Geschäft abseits der auto­risierten Verkaufs­stellen spezialisiert. Schließ­lich schießen die Preise in die Höhe, sobald ein Event ausverkauft ist. Daran verdienen die Börsen über Prozente mit. Das ist auch erlaubt, selbst wenn Veranstalter ein Verkaufs­verbot auf die Karten drucken. Das gilt dann nur für gewerb­liche Händler, nicht für Privatleute (Bundes­gerichts­hof, Az. I ZR 74/06). Offiziell vermitteln die Börsen auch nur Tickets, die Private einge­stellt haben. Doch was viele Käufer nicht bedenken: Die Tickets sind oft stark über­teuert. Richard K. hatte „beste verfügbare Plätze“ bestellt, bekam aber Karten in der letzten Reihe. Der aufgedruckte Preis betrug 35 Euro. Das ist kein Einzel­fall: Manche Internetforen sind voller Beschwerden.

Tipp: Alternativ können Sie eine Such­anzeige in der Zeitung aufgeben oder bei ebay nach Tickets fahnden. Wer aus zweiter Hand kauft, muss aber auch dort damit rechnen, dass es teuer wird. Viele Abzo­cker erwerben solche Karten nur, um sie auf dem „Schwarz­markt“ zu verkaufen. Nur deshalb ist mancher Event so schnell ausverkauft.

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