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Die Gebührenschneiderei mit Faxwerbung nimmt zu. So berichtet die Verbraucherzentrale Hamburg von Faxen einer Firma Media Star. Sie behauptet, Talente jeglichen Typs und Alters für Film- und Kinoproduktionen zu suchen. Der Kontakt ist nur über eine 0 190 0-­Nummer möglich – für 0,93 Euro pro Minute, abgerechnet wird im Stundentakt! Das macht pro Anruf 55,80 Euro.

Eine andere Variante: Der Empfänger kann angeblich eine Wohnung gewinnen, wenn er ein Formular ausfüllt und zurückfaxt, an eine 0 190 8-Nummer. „Mehr­fachein­­­sen­­­dun­gen erhöhen Ihre Gewinnchancen!!!“

Tipps: Wählen Sie solche 0 190-Nummern nicht an, auch nicht, um sich weitere Faxe zu verbitten. Schon das kann einige Euro kosten. Proteste und Einträge in die „Robinson-Liste“ für Faxwerbung helfen meist auch nicht weiter. Sie bestätigen unseriösen Versendern nur die Richtigkeit der Faxnummer, an die „Sperrung“ halten sie sich nicht.

Zwar ist Telefaxwerbung im privaten Bereich ohne Einverständnis unzulässig, doch die Absender haben ihren Sitz meist im Ausland, geben keine Adresse an oder nur eine Postfachadresse. Die kann man nicht verklagen. Positiv: Seit August sind die Netzbetreiber (z. B. Deutsche Telekom, Arcor) verpflichtet, eine Nummer zu sperren, wenn sie wiederholt oder schwerwiegend missbräuchlich verwendet wurde. Auf den Telefonrechnungen müssen sie die Anschrift des Netzbetreibers angeben, wenn ein kostenpflichtiger Dienst in Anspruch genommen wurde. Widersprechen Sie Rechnungen mit unklaren Positionen. Fordern Sie den Netzbetreiber auf, Namen und Adresse des Diensteanbieters zu nennen, damit Sie strittige Forderungen direkt mit ihm klären können.

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