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1,5 Milliarden Euro geben Eltern jedes Jahr für Nach­hilfe aus, so eine Bertels­mann-Studie. 4 000 Nach­hilfeschulen balgen sich um Kunden. „Aggressive Werbung, die aus allen Rohren schießt“, beob­achtet Dr. Cornelia Sussieck, Vorsitzende des Bundesverbands Nachhilfe- und Nachmittagsschulen (VNN). Einige Anbieter werben zum Beispiel mit iPad-Minis zum Vorzugs­preis. „Schnäpp­chen­jagd, dabei geht es doch um die Zukunft von Kindern“, kritisiert Sussieck.

Manche Werbung verspricht Nach­hilfe ab 7 Euro – für 45 Minuten. Im Vertrag stehen dann aber nur Einheiten zu 90 Minuten. Und er sieht zwei, drei oder vier Doppel­stunden pro Woche vor. Am Ende sind es 200 Euro monatlich bei mindestens sechs oder zwölf Monaten Lauf­zeit, ohne Ausstiegs­klausel. Unter­schreiben müssen Eltern in der Filiale, so gibt es kein Widerrufs­recht. Teils werden im Klein­gedruckten Vermitt­lungs­gebühren versteckt, ebenso auto­matische Vertrags­verlängerungen oder Mitbezahlen der Ferien­zeit.

Tipp: Lesen Sie das Klein­gedruckte genau. Fragen Sie nach Unterrichts­ausfällen, Lehrer­wechseln, ob Studenten einge­setzt werden. Seriöse Schulen bieten mindestens eine Probestunde gratis, individuelle Lauf­zeiten mit monatlicher, maximal vierteljähr­licher Kündigung. Viele haben Gütesiegel von VNN, Ral oder Tüv.

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