test warnt Meldung

„Guten Tag, wir haben ein R-Gespräch für Sie aus dem Ausland“, meldet sich eine Stimme am Telefon. Wer annehmen will, solle die 1 drücken. Genau das taten viele Angerufene und waren gleich 1,69 Euro los. In der Leitung war kein Angehöriger oder Freund, der im Auslands­urlaub in Not geraten war, sondern nur eine banale Werbeansage. Die Kosten tauchten später unter Produkt-ID 81205, als „R-Gespräch“ oder „Service 0900 Premium Dienst 58“ auf der Telefon­rechnung auf.

Im Display war die Telefon­nummer 0 69/74 73 62 zu lesen. Die wurde inzwischen von der Bundes­netz­agentur abge­schaltet. Doch auch andere Betrüger haben die Masche entdeckt. Die Polizei­inspektion Rotenburg warnt vor R-Gesprächen, die sogar 80 bis 90 Euro kosten.

Bei R-Gesprächen zahlt nicht der Anrufer, sondern der Angerufene – aber nur, wenn er sich vor Beginn des Gesprächs damit einverstanden erklärt. Die Vermitt­lung muss ihm den Namen des Anrufers und die Kosten mitteilen. Erst danach wird die Verbindung hergestellt. Sinn­voll ist dieser Dienst zum Beispiel, wenn jemand zuhause anrufen und um Hilfe bitten will, weil ihm Portmonee und Handy gestohlen wurden.

Tipp: Wer Miss­brauch mit R-Gesprächen befürchtet, kann seine Telefon­nummer dafür sperren lassen.

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