test warnt Meldung

Das Post­ident-Verfahren soll eigentlich vor Betrug schützen – eigentlich. Doch es wird von Gaunern benutzt, nichtsahnenden Verbrauchern teure Verträge unterzuschieben.

Meist erhält das Opfer zuerst einen ungebetenen Anruf: ein neuer Stromanbieter, ein billiger Telefonvertrag, ein Tipp zum Steuernsparen oder Ähnliches. Die meisten wimmeln den Anrufer ab, der dann darauf pocht, wenigstens Infomaterial zuzuschicken.

Und tatsächlich klingelt einige Tage später der Postbote und will eine Unterschrift. Viele leisten die, weil sie glauben, nur den Empfang der Werbung zu quittieren. Aber in Wahrheit unterschreiben sie einen Vertrag. Vor allem unseriöse Handyanbieter und Telefonfirmen hauen so die Leute übers Ohr. Für die Post ist das ärgerlich. Kunden sollten solche Fälle melden unter Telefon 0 180 2/33 33. Die Post kann dem Abzocker dann kündigen.

Abgesehen von dieser Abzocke ist das Post­ident-­Verfahren sehr praktisch für Internetgeschäfte. Wer zum Beispiel ein Konto bei einer Onlinebank eröffnet, geht mit den Unterlagen und seinem Ausweis zur Post und wird dort vom Mitarbeiter identifiziert – die Fahrt zur Bank erübrigt sich.

Dieser Artikel ist hilfreich. 549 Nutzer finden das hilfreich.