test warnt Meldung

„Hilfe, ich bekomme laufend Päckchen, habe aber gar nichts bestellt!“ So geht es vielen Verbrau­chern. Der-zeit steckt vor allem Unter­wä­sche in den Paketen. Es folgen Rechnungen und Mahnungen. Viele Opfer schwören Stein und Bein, sie hätten nie etwas bestellt.

Haben sie aber doch – oft jedenfalls. Zum Fallstrick wurden ihnen kleine Heftchen mit Werbeschecks, die oft im Briefkasten liegen. Da kann man alles Mögliche bestel­len: Kataloge, Münzen, BH plus Tanga für fünf Euro. Das Klein­ge­druckte wird leicht übersehen: „Gleichzeitig werde ich Kunde und erhalte weitere Pakete.“

Tipp: Wenn Sie schon kaufen wollen, streichen Sie diese Klausel. Kommen doch weitere Pakete, gilt das als unbestellte Ware. Und da ist die Rechtslage klar: Es liegt kein Kaufvertrag vor – auch nicht, wenn es kleingedruckt heißt, es gelte als Kauf, falls der Kunde sich nicht meldet. Schweigen bedeutet keine Annah­me eines Vertragsan­gebots. „Die Ware muss weder aufbe­wah­rt noch zu­rück­geschic­kt werden“, betont Helga Zander-Hayat von der Ver­brau­cher­zentrale Nord­rhein-Westfa­len. Eine Ausnahme gilt bei offensichtlichem Irrtum, zum Beispiel bei einer falschen Adresse. Viele Abzocker machen ihre Opfer mit Inkassodrohun­gen nervös. Lassen Sie sich von einer Verbraucherzentrale helfen. Wichtig: Trifft ein Mahnbescheid ein, müssen Sie dem widersprechen.

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