Bezahlfalle. Seriöse Paket­dienste verlangen keine Nach­zahlungen.

Dass zurzeit der Online­handel blüht, nutzen Betrüger, um Paket­empfänger aufs Kreuz zu legen. Viele, die etwas bestellt haben, erhalten eine SMS oder E-Mail: „Die Sendung wurde im Verteilerzentrum angehalten. Ausstehende Zahlung von 2 Euro“, dazu ein Link auf eine Internetseite. Sie sieht aus wie die offizielle Seite des Paket­dienstes DHL und hat sogar einen aktuellen Hinweis zu Corona. Dort erfahren die Empfänger den angeblichen Status ihres Pakets. Nur 2 Euro nach­zahlen, dann gehe es in den Versand. Doch die Internetseite ist gefälscht.

Vorsicht, Betrug!

Wer den Button „Zahlung“ anklickt, soll auf der nächsten Seite Adresse, Rufnummer, Kreditkarten­daten eingeben und auf „Weiter“ klicken. Daneben ist ein Häkchen gesetzt. Klein gedruckt steht dort, gut versteckt im Cookie-Hinweis, dass man mit dem Klick ein Abo für einen unbe­kannten Dienst startet, der 69 Euro kostet – kein Hinweis, ob pro Monat oder Jahr. Das Ganze ist Betrug.

Wer so eine Nach­richt bekommt – einfach ignorieren!

Achim Gahr von der Presse­stelle der DHL stellt klar: „Die Mitteilungen kommen nicht von uns. Wir versenden weder Paket-Statusmeldungen per SMS, noch verlangen wir in der Online-Sendungs­verfolgung Nach­zahlungen.“ Betroffene sollten die SMS und E-Mails einfach ignorieren.

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