Verzweifelt sucht mancher Arbeitslose nach einem Ausweg. Umso schlimmer, dass Ange­bo­te für Nebenverdienste oft be­trüge­risch sind. Gängige Tricks:

  • Infos: Der Interessent soll einige Euro für Infomaterial zahlen. Er erhält dann billige Zettel mit allgemeinen Hinweisen über den Arbeitsmarkt. Manchmal der Tipp: „Kopieren Sie diese Zettel, schalten Sie eine Anzeige und versenden Sie das Material an andere Jobsucher.“
  • Basteln: Halsketten, Briefum­schläge, Kugelschreiber – das Material muss gekauft werden. Die Firma garantiert fertigen Produkte abzunehmen. Doch sie kassiert und taucht ab, antwortet nicht oder bemängelt die Qualität der Arbeit.
  • Seminare: Der Jobsucher soll für die Arbeit geschult werden, muss aber einige Hundert Euro Seminargebühr zahlen.
  • Model: Casting- oder Begleitagenturen machen für viel Geld Fotos vom Kunden, die später im Papierkorb landen.
  • Finanzen: Der Interessent soll Anlageberater werden, muss vorher aber selbst Fonds und Versicherungen kaufen.
  • PC: Um den Heimverdienst zu starten, müssen die Jobsucher erst teure Programme kaufen.
  • Telefon: Es wird eine 0190- oder 0900-Nummer genannt. Manchmal auch eine normale Ortsvorwahl, die den Anrufer auf eine teure Nummer lockt. Dort hört er langatmige, wertlose Bandansagen oder soll minutenlang unnötige Anga­ben machen. Einen Job gibt es nie.
  • Marketing: Der Interessent soll Kosmetika und Ähnliches erwerben, im Bekanntenkreis weiterverkaufen und dazu weitere Mitarbeiter werben.

Der Ideenreichtum der Nebenjob-Abzocker ist groß. Doch alle sind an einem Merkmal zu erkennen: Immer soll der Interessent Geld vorstrecken.

Tipp: Die Verbraucherzentrale Hamburg hat eine Liste mit Abzockern ins Internet gestellt: www.vzhh.de

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