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Risiken und Folgekosten sind oft kaum kalkulierbar.

Besitzer der eigenen vier Wände werden – ohne Eigenkapital, ohne Bank, ohne Schulden, ohne Schufa? Dieses Wunder soll per Mietkauf klappen. Und das ausgerechnet bei Menschen, die kein Geld haben. Die Genotec zum Beispiel bewirbt „finanziell Havarierte“ und Verschuldete: „Wir helfen, falls Zwangsversteigerung droht, und kein Nachbar merkt etwas.“

Das Grundmuster des Mietkaufs: Der Kunde zieht ein und zahlt Miete. Parallel muss er sparen, um – etwa nach zehn Jahren – den Kauf zu finanzieren. Die Miete wird bei einigen Anbietern zum Teil angerechnet. Außerdem muss er Genossenschaftsanteile kaufen, etwa bei der Dortmunder Wohnwert 100 Euro pro Quadratmeter. Wer das Geld nicht hat, muss einen Kredit aufnehmen. Hinzu kommt die Instandhaltung. „Diese Folgekosten sind unkalkulierbar“, meint Raimund Kron vom Verein wohnen im eigentum.

„Am Ende ist Mietkauf nicht billiger als eine Bankfinanzierung“, meint Andrea Hoffmann von der Verbraucherzentrale Sachsen.

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